GeschÀftsberichte, Finanzen

GeschĂ€ftsjahr 2025 der Rentenbank: Weichen fĂŒr solides NeugeschĂ€ft in allen Fördersparten wurden richtig gestellt

29.01.2026 - 13:03:51

Frankfurt am Main - Die Landwirtschaftliche Rentenbank beendete ihr GeschĂ€ftsjahr 2025 mit einem deutlichen Ausbau der FörderaktivitĂ€ten. Das NeugeschĂ€ft bei den Programmkrediten stieg ĂŒber alle Sparten hinweg um 82,1 % auf 6,6 Mrd. EUR (2024: 3,6 Mrd. EUR). Der Anteil der Sparten "Landwirtschaft", "Agrar- und ErnĂ€hrungswirtschaft" sowie "LĂ€ndliche Entwicklung" betrĂ€gt daran rd. 73 %. Das NeugeschĂ€ft in diesen drei Sparten erhöhte sich insgesamt um 35,8 % auf rd. 4,8 Mrd. Euro (2024: 3,5 Mrd. Euro). Die Sparte "Erneuerbare Energien" belebte sich wie erwartet ĂŒber die Normalisierung der Zinskurve und erhöhte sich auf 1,8 Mrd. EUR (2024: 76,1 Mio. EUR). Das neu geschaffene Produktfeld "Zuschuss aus eigenen Mitteln" mit dem Fokus Klimabilanzierung traf den Bedarf der Endkreditnehmer ideal und erfreut sich massiver Nachfrage.

Deutliches Plus in allen Fördersparten

"Nach einem durchwachsenen Förderjahr 2024 sind wir sehr zufrieden, in 2025 genau die richtigen Weichen gestellt zu haben, um unsere Förderwirkung weiter auszubauen", so Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank. "Am stĂ€rksten war der Zuwachs im NeugeschĂ€ft mit Programmkrediten in der Fördersparte `Erneuerbare Energien`. Nachdem 2024 bedingt durch den hohen EU-Referenzzinssatz kaum GeschĂ€ft möglich war, konnten im letzten Jahr mit 1,8 Mrd. EUR wieder deutlich mehr Investitionen in erneuerbare Energien im lĂ€ndlichen Raum durch uns refinanziert werden. Auch in der Sparte `Agrar- und ErnĂ€hrungswirtschaft` ist uns mit einem Wachstum von 144,9 % (844,4 Mio. EUR) ein großer Erfolg gelungen", so Nikola Steinbock weiter.

Die Förderung der "LĂ€ndlichen Entwicklung" erhöhte sich auf 2,0 Mrd. EUR (2024: 1,7 Mrd. EUR). In der Sparte "Landwirtschaft" wurde mit 1,9 Mrd. EUR rd. 33 % mehr Darlehensvolumen gegenĂŒber dem Vorjahr zugesagt. Hier setzte sich der positive Trend bei der Finanzierung von StĂ€llen fort. Das zugesagte Volumen stieg auf 351,1 Mio. EUR (2024: 291,6 Mio. EUR). Das 2024 innerhalb der Sparte "Zukunftsfelder" aufgelegte Förderprogramm fĂŒr "Stallumbauten fĂŒr mehr Tierwohl" ist hierbei ein wichtiger Baustein - rd. 57 Mio. EUR wurden darin im Berichtsjahr zugesagt.

Auch das NeugeschĂ€ft mit Banken ĂŒber Namenspapiere, Schuldscheindarlehen und Wertpapiere hat deutlich zugelegt und erreichte 5,2 Mrd. EUR (2024: 4,3 Mrd. EUR). Hinzukommen Investitionen in Venture-Capital-Fonds i.H.v. 21,4 Mio. EUR (2024: 48,5 Mio. EUR). "Das Jahr 2025 war fĂŒr uns, unsere Vertriebspartner und Endkreditnehmer also ein intensives und erfolgreiches Jahr", zieht Nikola Steinbock Fazit.

Förderportfolio zielgruppenorientiert ausgeweitet

"Aber nicht nur unsere Programmkredite werden intensiv genutzt, auch unsere neuen Angebote zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, wie der `Zinsbonus Klimabilanz` und der `Zuschuss Klimabilanz`. Das zeigt, wie dringend geboten es ist, wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen mit Anreizen zu versehen, um die bereits vorhandene Motivation in die Tat umzusetzen. Mit diesen zwei Produkten tragen wir erheblich dazu bei, die Ziele des Klima-, Umwelt und Ressourcenschutzes zu erreichen. Bis zum Jahresende konnten wir mehr als 800 AntrĂ€ge mit einem Zuschussvolumen von 0,8 Mio. EUR zur Erstellung von Klimabilanzen bewilligen und Darlehen ĂŒber insgesamt 92,5 Mio. EUR mit zusĂ€tzlichem Zinsbonus ausreichen", so Nikola Steinbock.

Innovationsförderung ausgebaut

Ebenso setzt die Rentenbank ihre Innovationsförderung entlang der Wertschöpfungskette konsequent fort - von der Idee ĂŒber die Entwicklung bis hin zur Markt- und PraxiseinfĂŒhrung neuer Verfahren und Produkte. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium fĂŒr Landwirtschaft, ErnĂ€hrung und Heimat (BMLEH) vergibt sie aus dem Zweckvermögen des Bundes weiterhin Nachrangdarlehen und Innovationsgutscheine an agrarnahe Start-ups in ihrer FrĂŒhphase. Ein fĂŒr das Startup-Ökosystem in Deutschland wichtiges Programm, da gerade in dieser Phase der Einstieg fĂŒr Investoren oft schwierig ist.

Ende 2025 konnte eine neue Richtlinie des Zweckvermögens zur Förderung der MarkteinfĂŒhrung innovativer Antriebssysteme bei Landmaschinen bekanntgegeben werden. Der Start der Förderung erfolgt im ersten Quartal 2026. Durch stark vergĂŒnstige Darlehen, die ĂŒber die Hausbanken vergeben werden, werden Investitionen fĂŒr den Einsatz von ElektromobilitĂ€t auf den Betrieben sehr attraktiv gemacht.

Das AgTech & FoodTech GrĂŒnderprogramm "Growth Alliance" erlebte 2025 einen noch grĂ¶ĂŸeren Zulauf und wurde weiter ausgebaut. Die in Kooperation mit dem BMLEH und dem Frankfurter TechQuartier initiierte "Growth Alliance" fördert ĂŒber verschiedene Bausteine neue Ideen und GeschĂ€ftsmodelle bereits ab Entstehung der Idee und bis zum Accelerator. DarĂŒber hinaus engagiert sich die Rentenbank als Partner in zahlreichen Initiativen, um Innovationen und Vernetzung in der Branche zu fördern, wie beispielsweise der Future Forest Initiative in Blankenburg im Harz.

Euro wichtigste EmissionswÀhrung

Zur Refinanzierung ihres FördergeschĂ€fts ĂŒber Programmkredite und ZuschĂŒsse an Endkreditnehmer sowie zur Refinanzierung der angekauften Schuldtitel von Banken und Gebietskörperschaften hat die Rentenbank im Jahr 2025 mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel in Höhe von 10,9 Mrd. EUR (2024: 8,2 Mrd. EUR) an den internationalen KapitalmĂ€rkten aufgenommen. Das erwartete Emissionsvolumen von 10 Mrd. EUR wurde damit ĂŒbertroffen und das geplante Emissionsvolumen von 11 Mrd. EUR nahezu erreicht. Wichtigste EmissionswĂ€hrung war der Euro mit einem Anteil von 49 % (2024: 55 %). Der Anteil des US-Dollar ging auf 29 % zurĂŒck (2024: 32 %). Darunter wurde auch eine 5-jĂ€hrige USD-Globalanleihe ĂŒber 1,5 Mrd. USD begeben. Mit einer Nachfrage von mehr als 10 Mrd. USD und einem Spread von 7 Basispunkten zu US-Treasuries war sie die bisher erfolgreichste Anleiheemission in der Geschichte der Rentenbank. Die Emissionen wurden zu 77 % (2024: 79 %) bei auslĂ€ndischen Investoren platziert. Die grĂ¶ĂŸten Investorengruppen blieben mit 49 % die GeschĂ€ftsbanken (2024: 55 %) und Zentralbanken mit 31 % (2024: 35 %) am gesamten mittel- und langfristigen Emissionsvolumen.

Betriebsergebnis niedriger als im Vorjahr

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung lag - vor allem auch wegen der stark erhöhten FörderaktivitĂ€t - im Jahr 2025 mit 86,6 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresniveaus (2024: 161,6 Mio. EUR). Der ZinsĂŒberschuss ging deshalb und wegen höherer Refinanzierungskosten insgesamt auf 228,8 Mio. EUR zurĂŒck (2024: 287,5 Mio. EUR). Die mit 146,2 Mio. EUR geplant höheren Verwaltungsaufwendungen (2024: 130,8 Mio. EUR) sind der zweite maßgebliche Faktor. Diese ergeben sich unter anderem aus der weiteren Umsetzung der IT-Roadmap und gezielter Investitionen in unsere IT. FĂŒr die Umsetzung aller Projekte und Vorhaben zur Weiterentwicklung der Bank ist zudem zusĂ€tzliches Personal erforderlich. Ein Teil der geplanten höheren Verwaltungsaufwendungen resultiert daher aus einer gestiegenen Mitarbeitendenzahl.

Kapitalquote und Leverage Ratio weiter auf hohem Niveau

Die Gesamtkapitalquote (= harte Kernkapitalquote) von 32,5 % reduzierte sich durch die erhöhten Eigenmittelanforderungen aufgrund der Erstanwendung der CRR III im Vergleich zum Vorjahr (2024: 38,3 %). Die Quote liegt damit aber unverĂ€ndert weit ĂŒber der fĂŒr die Rentenbank geltenden aufsichtsrechtlichen Mindestanforderung. Die Leverage Ratio verbesserte sich auf 11,5 % (2024: 10,2 %).

Dr. Marc Kaninke, CFO und CIO der Rentenbank, zieht folgendes Fazit: "2025 war das Jahr, in dem wir große Schritte in der Ablösung unseres Kernbanksystems gemacht haben. Dreiviertel der IT-Roadmap sind umgesetzt. Ein großer gemeinsamer und erfolgreicher Kraftakt. Das Betriebsergebnis zeigt zweierlei. Zu einen die große Nachfrage seitens der Unternehmen nach unseren attraktiven Förderdarlehen mit einer deutlichen Ausweitung unserer ZuschĂŒsse. Und es zeigt, dass wir selbst verantwortungsvoll investieren und damit unsere Resilienz weiter stĂ€rken. Dies ist kein Selbstzweck, sondern dient der Sicherstellung der organisatorischen und finanziellen Basis fĂŒr unseren Förderauftrag. Der in Zeiten, in denen wir wieder ĂŒber ErnĂ€hrungssicherheit diskutieren, umso wichtiger ist. DafĂŒr sehen wir uns mit unseren hervorragenden Finanzkennzahlen bestens gerĂŒstet."

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