GeschÀftsjahr 2024 der Rentenbank: NeugeschÀft und Betriebsergebnis gesunken
28.01.2025 - 13:25:20Den stĂ€rksten RĂŒckgang im NeugeschĂ€ft bei den Programmkrediten verzeichneten die Fördersparten "Erneuerbare Energien" mit -91 % und "Agrar- und ErnĂ€hrungswirtschaft" mit -53,8 %. UrsĂ€chlich hierfĂŒr ist im Wesentlichen der hohe EU-Basiszinssatz. Dieser bedeutet fĂŒr die Programmkredite der Rentenbank, dass entweder nur hohe beihilfefreie Zinskonditionen gewĂ€hrt werden können oder hohe Beihilfewerte entstehen. Auch das NeugeschĂ€ft im Bereich "LĂ€ndliche Entwicklung", das maĂgeblich durch die Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen geprĂ€gt ist, sank um 40,4 %. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund eines sehr starken Vorjahres zu sehen. DarĂŒber hinaus spiegelt der spartenĂŒbergreifende RĂŒckgang des FörderneugeschĂ€fts die allgemeine InvestitionszurĂŒckhaltung der Branche wider.
"Wie fast alle Branchen in Deutschland investiert auch die Landwirtschaft derzeit zu wenig. Aber Landwirtinnen und Landwirte wollen und mĂŒssen investieren, um sich fĂŒr die Zukunft gut aufzustellen", so Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank. "Auf der GrĂŒnen Woche in Berlin habe ich in vielen GesprĂ€chen wieder feststellen können, wie zukunftsorientiert und engagiert Landwirtinnen und Landwirte sind. Mehr Planungssicherheit ist fĂŒr sie unerlĂ€sslich, damit sie wirtschaftlich gute und tragfĂ€hige Entscheidungen fĂŒr ihre Betriebe treffen können. Wir leisten unseren Beitrag, in dem wir mit unseren Förderprogrammen die Landwirtinnen und Landwirte bei den notwendigen Investitionen unterstĂŒtzen. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Förderangebote entlang der Bedarfe der Branche kontinuierlich weiter. So haben wir im vergangenen Jahr unsere ,Zukunftsfelder im Fokus' um das Zukunftsfeld ,Stallumbau fĂŒr mehr Tierwohl' ergĂ€nzt. AuĂerdem setzen wir seit Juli 2024 im Auftrag des Bundesumweltministeriums das Förderprogramm ,ANK-NABO' um. Beide Programme sind sehr erfolgreich gestartet", so Nikola Steinbock weiter. "Die Rahmenbedingungen fĂŒr unsere Förderung haben sich verbessert. Zum einen ist der EU-Basiszinssatz Ende 2024 gesunken. Zum anderen zeigt das aktuelle Rentenbank-Agrarbarometer, dass sich die Stimmung in der GrĂŒnen Branche langsam aufhellt und die Investitionsbereitschaft steigt. Beides wird sich in unseren Förderzahlen widerspiegeln."
Euro wichtigste EmissionswÀhrung
Zur Refinanzierung ihres FördergeschÀfts nahm die Rentenbank im GeschÀftsjahr 2024 rund 8,2 Mrd. Euro (2023: 10,5 Mrd. Euro) mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel auf. Die wichtigste EmissionswÀhrung war weiterhin der Euro mit einem Anteil von 55 % (2023: 66 %). Gestiegen ist der Anteil der US-Dollar-Emissionen mit 32 % (2023: 27 %). Der Anteil der Emissionen in Australischen Dollar betrug unverÀndert 7 % (2023: 7 %). Neu hinzu kam mit 6 % die Mittelaufnahme in Pfund Sterling. Mit einem Anteil von 55 % (2023: 57 %) blieben GeschÀftsbanken die wichtigste Investorengruppe. Bei Zentralbanken platzierte die Rentenbank 35 % (2023: 30 %) ihrer Anleihen.
Betriebsergebnis gesunken
Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung lag mit 161,6 Mio. Euro zwar unter dem hohen Vorjahreswert von 197,3 Mio. Euro, befand sich aber immer noch deutlich ĂŒber unserem Plan. Gleichzeitig erhöhte sich der Verwaltungsaufwand auf 130,8 Mio. Euro (2023: 113,6 Mio. Euro). UrsĂ€chlich hierfĂŒr waren vor allem höhere Sachaufwendungen (+8,6 Mio. Euro), die im Wesentlichen auf IT-Investitionen zurĂŒckzufĂŒhren sind. DarĂŒber hinaus stiegen durch die wachsende Zahl an Mitarbeitenden die Personalaufwendungen um 4,5 Mio. Euro.
Kapitalquote und Leverage Ratio deutlich ĂŒber Anforderungen
Die harte Kernkapitalquote auf Basis der EU-Bankenverordnung (CRR) erhöhte sich zum Jahresende 2024 auf 38,3 % (2023: 31,3 %). Mit Erstanwendung der CRR III zum 1. Januar 2025 wird sich die Quote reduzieren. Die Leverage Ratio blieb stabil bei 10,2 % (2023: 10,3 %). Beide Quoten liegen, auch unter Anwendung der CRR III, weiterhin deutlich ĂŒber den fĂŒr die Rentenbank geltenden aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen.
Dr. Marc Kaninke, CFO der Rentenbank, zieht folgendes Fazit zum Ergebnis und zur Bilanzstruktur: "Um die Herausforderungen des sich verĂ€ndernden Marktumfelds, der zunehmenden Regulierung und der technologischen Entwicklung zu meistern, mĂŒssen wir gut aufgestellt sein - und dafĂŒr in eine moderne IT und weiterhin in gut ausgebildetes, engagiertes Personal investieren. Alleine in den vergangenen 5 Jahren ist die Rentenbank um etwa 150 Mitarbeitende auf aktuell 450 gewachsen. Mit unseren hervorragenden Finanzkennzahlen sehen wir uns fĂŒr alle erforderlichen Schritte in die Zukunft bestens gerĂŒstet".
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