Arbeitsmarkttrends, Economy

Arbeitsmarkttrends 2024: Me Economy, Vier-Tage-Woche und der Einsatz von KI / Neuer ManpowerGroup Workforce-Report gibt Überblick

19.04.2024 - 11:33:27 | presseportal.de

Frankfurt am Main - Immer mehr BeschĂ€ftigte wĂ€hlen ihre Arbeitgeber Ă€hnlich sorgfĂ€ltig aus wie Produkte und Dienstleistungen, die sie im Alltag konsumieren. Diese Entwicklung hin zu einem beruflichen Konsumverhalten, markiert einen Wandel im VerhĂ€ltnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Auf welche weiteren Arbeitsmarkttrends sich Unternehmen und Arbeitnehmende 2024 einstellen mĂŒssen, zeigt der neueste Workforce-Trendreport "The Age of Adaptability" der ManpowerGroup. Das Unternehmen hat daraus die sechs Top-Trends zusammengefasst.

Arbeitsmarkttrends 2024: Me Economy, Vier-Tage-Woche und der Einsatz von KI / Neuer ManpowerGroup Workforce-Report gibt Überblick - Foto: presseportal.de

Der Arbeitsmarkt 2024 wird von vier HauptkrÀften geprÀgt: demografischer Wandel, technologischer Fortschritt, Wettbewerbsfaktoren und individuelle Wahlmöglichkeiten der BeschÀftigten. "Im modernen Arbeitsumfeld verÀndern sich die Arbeitskonzepte grundlegend durch Technologie, globale Vernetzung und sozioökonomische Entwicklungen. Ein neues VerhÀltnis, ein neuer "Vertrag" zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entsteht, wÀhrend traditionelle Rollen sich neu formen. Anpassung, KreativitÀt, Zusammenarbeit und FlexibilitÀt sind entscheidend, wÀhrend Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automatisierung die Arbeitsweise umgestalten", sagt Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland.

Trend 1: ÜberbrĂŒcken der GenerationslĂŒcke durch Re- und Upskilling

Bis 2030 wird die Gen Z voraussichtlich 58 Prozent der ArbeitskrĂ€fte ausmachen. Unternehmen stehen vor einem Ungleichgewicht zwischen aufstrebenden Mitarbeitenden der Generation Z und solchen, die kurz vor dem Ruhestand stehen. Dies bringt komplexe Personalherausforderungen mit sich: Ältere Mitarbeitende scheiden aus, wĂ€hrend die Gen Z neue FĂ€higkeiten benötigt, die Technologie und zwischenmenschliche Aspekte vereinen. Gezieltes Reskilling und Mentoring ĂŒberbrĂŒcken GenerationenlĂŒcken. Cross-Training-Programme fördern den Wissensaustausch, wĂ€hrend Weiterbildung die GesamtproduktivitĂ€t steigert.

Trend 2: KI wird mehr ArbeitsplÀtze schaffen als aufheben

Eine Mehrheit der Arbeitgeber (58 Prozent) glaubt, dass KI und VR in den nĂ€chsten zwei Jahren einen positiven Einfluss auf die Mitarbeiterzahl ihrer Organisation haben werden. Die Zukunft der Arbeit erfordert Offenheit fĂŒr VerĂ€nderungen und kontinuierliches Lernen. Es gilt, mit und nicht gegen die neuen Werkzeuge zu arbeiten. Unternehmen sollten die neuen Technologien als VerbĂŒndete betrachten, die die menschlichen FĂ€higkeiten ergĂ€nzen. ZukĂŒnftig erfolgreich werden die Unternehmen sein, die ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und ihre digitalen Kompetenzen fördern. Bezogen auf das Recruiting planen laut Studie 71 Prozent der Unternehmen weltweit, KI einzusetzen.

Trend 3: GrĂŒne Transformation als Jobtreiber

Die weltweite grĂŒne Transformation wird in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren der wichtigste Jobtreiber sein. Mit der steigenden Nachfrage nach grĂŒnen ArbeitsplĂ€tzen benötigen Unternehmen Mitarbeitende, die ihre Klimaschutzziele umsetzen können. Gleichzeitig berĂŒcksichtigen Kandidat*innen die UmweltschutzaktivitĂ€ten eines Unternehmens, bevor sie ein Stellenangebot annehmen. Eine Studie der ManpowerGroup ergab, dass 62 Prozent der Arbeitnehmenden den Ruf eines Unternehmens in Bezug auf Umweltschutz ĂŒberprĂŒfen. Konkrete Maßnahmen zur Umweltfrage sind fĂŒr viele Arbeitnehmende ein entscheidender Faktor bei der Auswahl von BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten (60 Prozent).

Trend 4: Faire Bezahlung als ProduktivitÀtsfaktor

Wirtschaftliche Unsicherheit hindert 23 Prozent der Arbeitnehmenden daran, ihre Wunschjobs auszuĂŒben. Jobwechsel sind seltener als noch vor ein paar Jahren. Arbeitgeber mĂŒssen ein Gleichgewicht zwischen attraktiven GehĂ€ltern und profitablen Wachstumszielen finden. Faire Bezahlung bleibt der wichtigste Faktor fĂŒr ProduktivitĂ€t und Mitarbeiterbindung. Unternehmen suchen neben höheren Löhnen auch nach anderen Mitteln, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben und qualifizierte Talente zu halten, indem sie Autonomie, FlexibilitĂ€t und sinnstiftende Arbeit fördern.

Trend 5: Die "Me Economy"

Mitarbeitende erwarten, dass ihre ArbeitsrealitĂ€t genauso individualisiert wird und sich nach ihren BedĂŒrfnissen richtet, wie sie es zum Beispiel beim Einkaufen oder der Nutzung von Smartphones erleben. In der so genannten "Me Economy", einer Ich-zentrierten Arbeitswelt, suchen sie nach FlexibilitĂ€t sowie Autonomie und die Work-Life-Balance hat höchste PrioritĂ€t. Fast jeder fĂŒnfte Arbeitnehmende (18 Prozent) wĂ€re bereit, fĂŒr eine bessere Work-Life-Balance auf Gehalt zu verzichten. Die beliebtesten Benefits sind eine Vier-Tage-Woche (64 Prozent), flexible Arbeitszeiten (45 Prozent) und die Möglichkeit, von zu Hause auszuarbeiten (35 Prozent). Doch wĂ€hrend sich viele Unternehmen fĂŒr eine RĂŒckkehr zur PrĂ€senzarbeit im BĂŒro einsetzen, wĂ€chst die Kluft zwischen Mitarbeitererwartungen und ArbeitgeberwĂŒnschen.

Trend 6: Gen Z prÀgt die Zukunft der Arbeitskultur

Die Arbeitswelt verĂ€ndert sich rapide, von den Erwartungen und Arbeitsweisen der Arbeitnehmenden bis zur demografischen Zusammensetzung. Die aktuelle "Kulturrevolution" ist stark von der Gen Z geprĂ€gt. Sie stellen psychische Gesundheit in den Vordergrund und nehmen FĂŒhrungskrĂ€fte in die Verantwortung. So bewerteten nur 15 Prozent der Gen Z ihre psychische Gesundheit als hervorragend. Unternehmen, die sich anpassen und fĂŒr das Mitarbeiterwohl sorgen sowie flexible Arbeitsumgebungen schaffen, haben bessere Chancen, qualifizierte Mitarbeitenden zu gewinnen und zu halten. ZusĂ€tzlich erwarten 60 Prozent der Arbeitnehmenden der Gen Z von ihren Arbeitgebern personalisierte Karrierepfade, regelmĂ€ĂŸige Betreuung durch geschulte Mentorinnen und Mentoren sowie auf individuelle Ziele zugeschnittene PlĂ€ne. Zukunftsorientierte Unternehmen nutzen fortschrittliche Analyse- und Feedbackprozesse, um die Employee Experience zu individualisieren.

Der vollstĂ€ndige "The Age of Adaptability" Workforce-Trendreport 2024 ist verfĂŒgbar unter: Workforce-Trendreport

Über die ManpowerGroup Deutschland

Mit rund 11.000 Mitarbeitenden zĂ€hlt die ManpowerGroup zu den grĂ¶ĂŸten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der ArbeitnehmerĂŒberlassung erfunden. Mittlerweile ist das Unternehmen seit 75 Jahren fĂŒr Bewerber*innen und Unternehmen am Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstĂŒtzt Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen fĂŒr das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der fĂŒr den nachhaltigen Erfolg notwendigen FachkrĂ€fte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tĂ€tig und gehört zu der amerikanischen ManpowerGroup(TM).

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