Erstes Telefonat seit mehr als zwei Jahren
01.07.2025 - 22:07:02Wie der ĂlysĂ©e-Palast nach dem gut zweistĂŒndigen GesprĂ€ch der beiden mitteilte, sei es um das iranische Atomprogramm und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gegangen.
Macron habe mit Blick auf den Iran betont, eine diplomatische Lösung suchen zu wollen. Diese solle eine dauerhafte Regelung des Atom-Themas, der Frage der iranischen Raketen und der regionalen Rolle des Landes ermöglichen. Aus Frankreich hieà es, beide Politiker hÀtten entschieden, ihr Vorgehen abzustimmen und sich bald erneut dazu auszutauschen.
Mit Blick auf die Ukraine forderte Macron demnach eine rasche Waffenruhe und den Start von Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Das letzte Telefonat der beiden war im September 2022.
Kreml beharrt auf bekannten Positionen
Der Kreml bestĂ€tigte das Telefonat. Es sei neben dem Nahen Osten auch um die Lage in der Ukraine gegangen. Putin habe Macron erklĂ€rt, dass die Ursachen des Konflikts in Kiew beseitigt werden mĂŒssten. Zudem sei es nötig, die RealitĂ€t vor Ort anzuerkennen.
Damit schob der Kremlchef einmal mehr die Verantwortung fĂŒr den von ihm befohlenen Krieg der Ukraine zu und erneuerte seine GebietsansprĂŒche im Nachbarland. Russland fordert neben der schon 2014 annektierten Krim auch noch mindestens die vier ostukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja. Zuletzt betonte Putin auĂerdem, eine "Pufferzone" im ukrainischen Grenzgebiet schaffen zu wollen. Damit wĂŒrden weitere ukrainische Landstriche unter Moskauer Kontrolle geraten.
Merz: Noch lange Abstand halten von Telefonat mit Putin
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte kĂŒrzlich betont, vorerst nicht mit Putin telefonieren zu wollen. Auf eine entsprechende Frage der "SĂŒddeutschen Zeitung", ob er wie sein VorgĂ€nger Olaf Scholz (SPD) ab und an ein GesprĂ€ch mit dem Kremlchef plane, antwortete Merz: "Auf das letzte Telefonat mit meinem AmtsvorgĂ€nger folgten Bomben auf ein Kinderkrankenhaus. Wenn das also das Ergebnis solcher Telefonate ist, wĂŒrde ich noch lange davon Abstand nehmen."

