LohnlĂŒcke, MĂ€nnern

LohnlĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen unverĂ€ndert

05.03.2024 - 11:10:19

Frauen arbeiten hĂ€ufiger als MĂ€nner in Teilzeit. Das ist allerdings nicht der einzige Grund fĂŒr die LohnlĂŒcke zwischen den Geschlechtern.

Die LohnlĂŒcke zwischen Frauen und MĂ€nnern hat sich am deutschen Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr nicht verringert. Frauen verdienten durchschnittlich brutto 20,84 Euro pro Stunde und damit 18 Prozent weniger als MĂ€nner, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Dieser «unbereinigte Gender Pay Gap» hatte auch im Jahr zuvor 18 Prozent betragen. Langfristig sei die Verdienstungleichheit aber gesunken. Erste Daten dazu hatte die Behörde im Januar mitgeteilt.

Ein Großteil der LohnlĂŒcke ist den Angaben zufolge darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass Frauen hĂ€ufiger als MĂ€nner in Teilzeit arbeiten sowie in Branchen oder Berufen, in denen schlechter bezahlt wird. FĂŒr das verbliebene Drittel des Unterschieds von rund sechs Prozent (bereinigter Gender-Pay-Gap) gibt es demnach keine eindeutige ErklĂ€rung. Auch bei vergleichbarer TĂ€tigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienen also Frauen sechs Prozent weniger als MĂ€nner.

Den RĂŒckgang der VerdienstlĂŒcke von 22 Prozent im Jahr 2014 auf 18 Prozent im vergangenen Jahr fĂŒhrten die Statistiker vor allem darauf zurĂŒck, dass die Bruttostundenverdienste der Frauen stĂ€rker stiegen als die der MĂ€nner. Der Gender Gap Arbeitsmarkt, der neben der VerdienstlĂŒcke zusĂ€tzlich die Unterschiede in der bezahlten monatlichen Arbeitszeit und in der Erwerbsbeteiligung von Frauen und MĂ€nnern berĂŒcksichtigt, verringerte sich in diesem Zeitraum von 45 Prozent auf 39 Prozent. Die von MĂ€nnern geleisteten Zahl der Arbeitsstunden sank und die Erwerbsbeteiligung von Frauen stieg.

@ dpa.de