Immer mehr Frauen erreichen 45 Versicherungsjahre bei der Rente
05.12.2024 - 11:37:48Im Jahr 2023 lag der Anteil schon bei 43 Prozent. "Grund fĂŒr diese positive Entwicklung ist vor allem die kontinuierlich steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen - insbesondere in den alten BundeslĂ€ndern - und die damit verbundene Beitragszahlung zur Rentenversicherung", sagte Jens Dirk Wohlfeil, alternierender Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, dem "Tagesspiegel". Auch zwei GesetzesĂ€nderungen aus den Jahren 2014 und 2019 wirken sich den Daten zufolge aus: Seitdem sind jeweils mehr Kindererziehungszeiten anrechenbar. Das ist unter dem Stichwort "MĂŒtterrente" bekannt und unter Fachleuten wegen der damit verbundenen Kosten umstritten - auch weil der Bund diese Kosten nur zum Teil durch Steuermittel ausgleicht und ansonsten die Beitragszahler aufkommen lĂ€sst. Gestiegen ist im Vergleich auch der durchschnittliche Rentenanspruch der Frauen. Im Jahr 2003 lag dieser beim Zugang in die Altersrente nur bei 52 Prozent des Werts der MĂ€nner. Im Jahr 2023 erreichten die Frauen hingegen immerhin 72 Prozent des Rentenniveaus von MĂ€nnern (1.051 Euro versus 1.449 Euro). Die Daten zeigen auch, was sich bei den MĂ€nnern zwischen den Jahren 2003 und 2023 getan hat. Der Anteil der Neurentner, die mindestens 45 Versicherungsjahre haben, stieg von 56 Prozent auf 66 Prozent. Insgesamt ist der Anteil der Neurentnerinnen und Neurentner mit mindestens 45 Versicherungsjahren, also der von Frauen und MĂ€nnern zusammen, von 30 Prozent im Jahr 2003 auf 54 Prozent im Jahr 2023 gestiegen. Diese positive Entwicklung mĂŒsse durch geeignete Rahmenbedingungen weiter gefördert werden, sagte Wohlfeil. Es gehe darum, dafĂŒr zu sorgen, dass Menschen auch lĂ€nger arbeiten können, "insbesondere vor dem Hintergrund der in den nĂ€chsten Jahren noch stĂ€rker als bisher in Rente gehenden Babyboomer-JahrgĂ€nge". Die Rentenversicherung biete PrĂ€vention und Rehabilitation an, um die BeschĂ€ftigungsfĂ€higkeit ihrer Versicherten ĂŒber das gesamte Erwerbsleben zu erhalten.


