Viel Zuspruch von MinisterprĂ€sidenten fĂŒr ZurĂŒckweisungen
05.06.2025 - 11:41:07"Es ist richtig, weil die groĂe Mehrheit der deutschen Bevölkerung es genauso will", sagte Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus den anderen LĂ€ndern in Berlin.
"Das Land atmet auf"
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) erklĂ€rte: "Das Land atmet auf. Ăberall lesen wir, dass Asyleinrichtungen geschlossen werden können, zurĂŒckgebaut werden können." Der thĂŒringische MinisterprĂ€sident Mario Voigt (CDU) betonte ebenfalls, die Bevölkerung wolle einen Kurswechsel. "In den LĂ€ndern wird aufgeatmet. Wir merken das an den Zugangszahlen."
Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) nannte die ZurĂŒckweisungen "das eine klare Signal auch an Schlepper und Schleuser, dass Deutschland sich jetzt sozusagen wehrt und nicht mehr tatenlos zusieht, wie diese Banden ihr Unwesen treiben". Weitere Schritte seien aber nötig.
Pochen auf Rechtssicherheit
Etwas zurĂŒckhaltender bis ablehnend Ă€uĂerten sich SPD-Regierungschefs. Dietmar Woidke aus Brandenburg sagte: "Ich erwarte, dass der Bundesinnenminister alles tut dafĂŒr, dass die irregulĂ€re Migration begrenzt wird." Das sei auch schon das Ziel der alten Bundesregierung gewesen, es mĂŒsse aber ein rechtssicheres Fundament geben. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte in einer Eilentscheidung die ZurĂŒckweisung von drei KlĂ€gern aus Somalia nach Polen fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt.
Die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, sagte, sie finde die Grenzkontrollen, die schon unter der Ampel-Koalition eingefĂŒhrt worden seien, richtig - auch die Zuweisungen. Allerdings mĂŒssten diese mit den Nachbarstaaten abgesprochen werden. Sonst könne es rechtliche Probleme geben oder auch politische wie in Polen. Dort konnte nach der VerstĂ€rkung der Kontrollen der Rechtskonservative Karol Nawrocki die PrĂ€sidentschaftswahl fĂŒr sich entscheiden.
Ablehnung aus dem Saarland
Klare Ablehnung kam von der saarlÀndischen MinisterprÀsidentin Anke Rehlinger. Zwar zeigten die Kontrollen Erfolge, es gebe aber auch "eine ganze Reihe von BeeintrÀchtigungen", sagte die SPD-Politikerin. "Insofern ist mein allererster Wunsch vor allem der, dass wir ein Ausstiegsszenario finden." Eine Alternative könnten gemeinsame Streifen mit den NachbarlÀndern in einem Grenzkorridor sein. Diese seien auch weniger berechenbar.

