Studie: LÀndliche RÀume können von Energiewende profitieren
21.05.2024 - 12:23:37Bereits jetzt befinde sich der gröĂte Teil der Erzeugungsanlagen in lĂ€ndlichen Regionen, berichtete das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Als erste Anlaufstelle fĂŒr den weiteren Zubau seien sie damit attraktiv fĂŒr Industrieansiedlungen, die immer hĂ€ufiger auf GrĂŒnstrom setzten.
Dies zeige sich bei aktuellen Ansiedlungen etwa der Unternehmen Northvolt im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein), Intel US4581401001 im Umland von Magdeburg (Sachsen-Anhalt) oder an den PlĂ€nen fĂŒr den Leipziger Nordraum (Sachsen). Die Elektrifizierung industrieller Prozesse könne so zu einer gleichwertigeren Raumentwicklung beitragen: Im Standortwettbewerb könnten sich Regionen positionieren, die sich abseits der Industriezentren im SĂŒden befĂ€nden. Zuvor hatte der "Spiegel" ĂŒber die Studie berichtet.
Der Fortschritt im Bereich der Anlagen- und Energietechnik könne neue FlĂ€chenpotenziale fĂŒr den kĂŒnftigen Ausbau mobilisieren, stellten die Forscher fest. Neben Effizienz-Steigerungen etwa durch Erneuerung von Windanlagen könnten auch neue Technologien wie HöhenwindrĂ€der oder Solaranlagen auf GewĂ€ssern die Installationsmöglichkeiten vergröĂern. "Somit erweitern sich die regionalen Chancen in den lĂ€ndlichen RĂ€umen, an der Energiewende zu partizipieren."
Von zentraler Bedeutung sei, ausreichend FlĂ€chen fĂŒr Erzeugungsanlagen einerseits und Industrieansiedlungen andererseits vorzuhalten. Auch mĂŒssten mehr FachkrĂ€fte gewonnen werden etwa durch Initiativen zur Berufsorientierung junger Menschen.

