Höhere Preise fĂŒr Neukunden - Gasanbieter vor Gericht
21.03.2025 - 11:18:58 | dpa.deDer Energiekonzern Gasag hatte wĂ€hrend der Energiekrise im Dezember 2021 fĂŒr Neukunden deutlich höhere Preise verlangt als fĂŒr Bestandskunden. Der vzbv sieht darin eine Diskriminierung.
Vor dem Berliner Kammergericht hat der Verband eine Musterfeststellungsklage eingereicht, der sich bis wenige Tage vor Verhandlungsbeginn rund 500 Betroffene angeschlossen hatten. Ob das Gericht noch am ersten Verhandlungstag eine Entscheidung fÀllt, blieb zunÀchst offen.
Zahlreiche Discounter kĂŒndigten LiefervertrĂ€ge
Gasag verteidigte die unterschiedliche Behandlung von Neu- und Bestandskunden mit Verweis darauf, dass auch die Versorger zu Beginn der Energiekrise deutliche höhere Preise fĂŒr das Gas bezahlen mussten. In der Folge kĂŒndigten damals zahlreiche Energiediscounter die VertrĂ€ge ihrer Kundinnen und Kunden, die daraufhin automatisch in die Grundversorgung von Unternehmen wie Gasag rutschten.
"Um die Versorgung dieser Neukunden wĂ€hrend der Gaspreiskrise ab Ende 2021 sicherzustellen, wurde die kurzfristige Beschaffung von zusĂ€tzlichen Gasmengen auf dem damalig hohen Preisniveau erforderlich", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. FĂŒr Bestandskunden sei das hingegen nicht notwendig gewesen, da fĂŒr sie die benötigten Gasmengen bereits zu niedrigeren Preisen gesichert waren.
Mit ihrem Vorgehen habe die Gasag "ein Zweiklassensystem erschaffen, das unseres Erachtens unzulĂ€ssig ist", teilte hingegen vzbv-Referent Hennig Fischer mit. In der Folge hĂ€tten Neukunden und -kundinnen fĂŒr dieselbe Leistung Hunderte Euro zusĂ€tzlich bezahlt.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

