GEG-Reform: 68,9 Prozent der Makler melden sinkendes Interesse an großen Häusern
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 19:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Nachfrage nach sanierungsbedürftigen Bestandsgebäuden bleibt nach der Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies geht aus einer Marktumfrage des Immobiliennetzwerks Remax Deutschland hervor, über die das Fachportal haustechnikdialog.de am 6. November 2026 berichtete. Lediglich 2,2 Prozent der befragten Branchenvertreter stellen demnach ein leichtes Plus bei der Nachfrage nach solchen Objekten fest.
Für die Erhebung befragte das Unternehmen im Zeitraum vom 15. Juli bis zum 15. September 2026 rund 800 Immobilienexperten zu den Entwicklungen auf dem deutschen Markt. Die Ergebnisse verdeutlichen eine spürbare Skepsis bei potenziellen Käufern unrenovierter Liegenschaften.
Mehrheit der Makler registriert rückläufiges Interesse
Der überwiegende Teil der befragten Fachleute berichtet von einem negativen Trend. So gaben 31,1 Prozent an, dass die Nachfrage nach sanierungsbedürftigen Gebäuden infolge der GEG-Änderung leicht gesunken sei.
Weitere 26,7 Prozent der Makler verzeichneten einen deutlichen Rückgang, während 15,6 Prozent von einem starken Rückgang sprachen. Lediglich 24,4 Prozent der Befragten konnten keine direkten Auswirkungen der regulatorischen Anpassungen auf das Kaufinteresse feststellen.
Neben den energetischen Auflagen belasten weitere Rahmenbedingungen den Erwerb von Wohneigentum. Laut den Umfrageergebnissen nannten die Fachleute vor allem die anhaltend hohen Finanzierungskosten sowie die allgemeine wirtschaftliche Lage als wesentliche Ursachen für die Kaufzurückhaltung.
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Hohe Bodenrichtwerte belasten Einfamilienhäuser
Besonders ausgeprägt zeigt sich die Zurückhaltung bei bestimmten Immobilientypen. Der Umfrage zufolge gaben 68,9 Prozent der Befragten an, dass das Interesse an Einfamilienhäusern mit großen Grundstücken gesunken sei. Als primärer Treiber für diesen Dämpfer werden die hohen Bodenrichtwerte angeführt, die in Kombination mit den Finanzierungsbedingungen das Gesamtbudget potenzieller Erwerber übersteigen.
Remax-Sprecherin Scirè ordnete die Ergebnisse dahingehend ein, dass die gesetzliche Neuregelung in erster Linie die Risikowahrnehmung im Markt verändert habe und weniger die Nachfrage an sich.
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Kaufinteressenten kalkulierten genauer, welche Modernisierungsmaßnahmen mittelfristig anstehen. Aus diesem Grund müsse sich der künftige Sanierungsbedarf zwingend in den aufgerufenen Preisen widerspiegeln, um Transaktionen im Bestand weiterhin zu ermöglichen.
