Generali, Co-Working

Generali: Co-Working in Aachen soll Grenzpendlern den Weg nach Köln ersparen

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 11:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Für Beschäftigte und Grenzpendler erwägt Generali mobile Arbeitsplätze; zugleich kritisiert Aachens Oberbürgermeister den Informationszeitpunkt zur Standortschließung.
Ein minimalistisch eingerichteter, leerer Co-Working-Arbeitsplatz mit viel Tageslicht und schlichten Holzmöbeln. Illustration mit AI erstellt.

Der Versicherungskonzern Generali prüft betriebliche Alternativen, um den bevorstehenden Wechsel von Arbeitsplätzen nach Köln sozialverträglich zu gestalten. Vorgesehen sind unter anderem Co-Working-Spaces in Aachen sowie erweiterte Homeoffice-Möglichkeiten für jene Beschäftigten, die den täglichen Arbeitsweg in das künftige Kölner Regionalzentrum nicht antreten wollen.

Flexible Modelle für Beschäftigte und Grenzpendler

Die geplanten Maßnahmen zielen insbesondere auf Mitarbeiter ab, die auch nach 2030 im Konzern verbleiben, aber nicht dauerhaft nach Köln pendeln möchten. Für diesen Personenkreis sollen die Optionen für das mobile Arbeiten von zu Hause aus spürbar ausgebaut werden.

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Eine besondere Herausforderung stellt die Situation von Grenzpendlern dar, die aus den benachbarten Niederlanden und Belgien anreisen. Aufgrund steuerlicher Vorgaben sind diese darauf angewiesen, ihren Dienst an einem Betriebssitz innerhalb der deutschen Grenzen zu verrichten. Um steuerliche Nachteile für diesen Beschäftigtenkreis zu vermeiden, erwägt der Konzern die Bereitstellung von Arbeitsplätzen in Aachener Co-Working-Zentren.

Diese Lösungsansätze wurden im Rahmen eines persönlichen Gesprächs im Aachener Rathaus thematisiert. Wie Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons (CDU) berichtete, brachten Generali-Personalvorstand Arne Benzin und Kapitalanlagevorstand Ulrich Ostholt die Vorschläge vor, um die anstehenden Veränderungen im Unternehmen sozialverträglich abzufedern.

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Unstimmigkeiten über den Zeitablauf der Ankündigung

Hintergrund der Überlegungen ist die geplante Schließung des Direktionsstandorts in Aachen. Der interne Informationsfluss sorgt dabei für Kontroversen zwischen der Stadtverwaltung und der Konzernführung. Die Belegschaft war am 23. Oktober über das bevorstehende Aus für den Standort in Kenntnis gesetzt worden.

Oberbürgermeister Ziemons widersprach der Darstellung des Konzerns, die eigenen Angestellten seien als Erste über die Schließungsabsichten informiert worden.

Nach Angaben des Aachener Verwaltungschefs habe das Unternehmen bereits vom 5. bis zum 7. Oktober auf der Immobilienmesse Expo Real in München nach Interessenten für das Aachener Direktionsgebäude gesucht. Auf der Fachmesse sei der Rückzug des Versicherers aus Aachen bereits offen zur Sprache gekommen, noch bevor die Beschäftigten gut zwei Wochen später offiziell unterrichtet wurden.

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