Deutsche Firmen fĂŒhren mehr aus - Bessere ExportgeschĂ€fte erwartet
07.06.2024 - 12:47:14Im April legten die Warenausfuhren sowohl gegenĂŒber dem Vormonat als auch dem Vorjahresmonat zu, wie aus vorlĂ€ufigen Daten des Statistischen Bundesamtes vom Freitag hervorgeht. Der Export könnte nach EinschĂ€tzung von Volkswirten in den kommenden Monaten mit zu einer Konjunkturerholung beitragen. Getragen von einem anziehenden privaten Konsum und besseren ExportgeschĂ€ften ab der zweiten JahreshĂ€lfte des laufenden Jahres fasse die deutsche Wirtschaft allmĂ€hlich wieder Tritt, erwartet die Deutsche Bundesbank in ihrer am Freitag veröffentlichten Konjunkturprognose.
Die Ausfuhren stiegen im April nach den vorlĂ€ufigen Daten gegenĂŒber dem Vormonat um 1,6 Prozent. Exportiert wurden Waren im Wert von 136,5 Milliarden Euro. Das waren 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Importe legten gegenĂŒber dem Vormonat um 2,0 Prozent zu. Innerhalb eines Jahres gab es mit einem Volumen von 114,5 Milliarden Euro allerdings einen RĂŒckgang um 0,6 Prozent.
Verband sieht noch keinen nachhaltigen Aufschwung im AuĂenhandel
"Trotz eines immer schwieriger werdenden Marktumfeldes konnten sich unsere Unternehmen behaupten und den FrĂŒhjahrsaufschwung nutzen", sagte Dirk Jandura, PrĂ€sident des Bundesverbandes GroĂhandel, AuĂenhandel, Dienstleistungen (BGA). Das weltwirtschaftliche sowie geopolitische Umfeld bleibe aber fragil. Insofern sei es noch zu frĂŒh, von einem nachhaltigen Aufschwung im AuĂenhandel zu sprechen.
Ein Plus von 1,2 Prozent auf 74,1 Milliarden Euro gegenĂŒber dem Vormonat gab es im April bei den Exporten in die anderen EU-Staaten. Die EuropĂ€ische Union (EU) ist die gröĂte Absatzregion fĂŒr Waren "Made in Germany". Die Ausfuhren auf den wichtigen US-Markt sanken binnen Monatsfrist hingegen um 1,2 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro. Im GeschĂ€ft mit China wurde ein leichtes Plus von 0,8 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro verzeichnet. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres sanken die Exporte insgesamt noch leicht um 0,3 Prozent auf 539,2 Milliarden Euro gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum.
Export dĂŒrfte von anziehendem Welthandel profitieren
Laut der jĂŒngsten Prognose der "Wirtschaftsweisen" dĂŒrften im Verlauf des laufenden Jahres der Welthandel und die globale Industrieproduktion zunehmen, davon profitierten die deutschen Exporte. Exportorientierte Unternehmen seien aber mit einem scharfen Wettbewerb, steigenden Arbeitskosten und weiterhin erhöhten Energiepreisen konfrontiert, konstatierte das Beratergremium der Bundesregierung unlĂ€ngst. Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Exportindustrie die SchwĂ€che des Welthandels und die Folgen geopolitischer Krisen zu spĂŒren bekommen.
Trotz der zuletzt etwas schwĂ€cheren Auftrags- und Produktionsdaten stĂŒtzten unter anderem Impulse von der AuĂenwirtschaft nach EinschĂ€tzung des Bundeswirtschaftsministeriums die Erwartung einer allmĂ€hlichen Konjunkturerholung. Die Gesamtherstellung in der deutschen Industrie sank im April gegenĂŒber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent. Im Dreimonatszeitraum bis April stieg die Produktion aber um 1,0 Prozent.

