Deutschland, Bau

Auftragsflaute am Bau hÀlt an

25.05.2023 - 12:45:44

Gestiegene Preise sorgen fĂŒr einen geringeren Gewinneinbruch in der Baubranche, aber die AuftrĂ€ge bleiben weiterhin aus. Der RĂŒckgang im Wohnungsbau stellt fĂŒr BranchenverbĂ€nde einen Grund dafĂŒr dar.

Die Flaute am Bau hat sich auch im MĂ€rz fortgesetzt. Im Vergleich zum Februar erholten sich die AuftrĂ€ge zwar um 0,9 Prozent, wenn Preissteigerungen sowie Saison- und KalendereinflĂŒsse herausgerechnet werden, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen aber real rund 20,1 Prozent weniger AuftrĂ€ge rein. Nur die deutlich gestiegenen Baupreise sorgten dafĂŒr, dass der nominale Wert der neuen AuftrĂ€ge nur 7,9 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Auf der Erlösseite erzielten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes im MĂ€rz mit rund 9 Milliarden Euro 5,7 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor. Auch hier spielen die starken Preissteigerungen eine Rolle: Preisbereinigt ergibt sich ein um 8,2 Prozent geschrumpftes GeschĂ€ft. Auch im ersten Quartal insgesamt ergab sich ein realer RĂŒckgang um 8,2 Prozent.

BranchenverbĂ€nde fĂŒhrten die Zahlen auf den Einbruch im Wohnungsbau zurĂŒck. Hier sei das Auftragsvolumen im ersten Quartal real um mehr als ein Drittel geschrumpft, berichtete der Zentralverband des Baugewerbes. Seit einem halben Jahr habe man vom Auftragsbestand gezehrt. Nun brauche es eine deutliche ZinsstĂŒtze etwa durch KfW-Kredite sowie ein «temporĂ€res Aussetzen der ĂŒberzogenen energetischen Anforderungen», sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Felix Pakleppa. Der Hauptverband der Bauindustrie verwies auf sinkende Eigenkapitalquoten und zurĂŒckgehende Investitionen bei den Betrieben.

@ dpa.de