Deutschland, USA

IW: AuslÀndische Investitionen in Deutschland steigen stark

Veröffentlicht am: 25.01.2026 um 12:16 Uhr | dpa.de

Gibt es weniger sichere HĂ€fen fĂŒr Investoren und profitiert davon Deutschland? Eine Untersuchung deutet darauf hin und erklĂ€rt, warum die Milliarden nach Deutschland fließen.

  • Ein Investitionsziel in Deutschland: Beim Stromnetzbetreiber Tennet stiegen auslĂ€ndische Staatsfonds ein. - Bild: Christian Charisius/dpa
    Ein Investitionsziel in Deutschland: Beim Stromnetzbetreiber Tennet stiegen auslÀndische Staatsfonds ein. - Bild: Christian Charisius/dpa
  • Ein Investitionsziel in Deutschland: die kĂŒnftige Chipfabrik in Dresden.  - Bild: Robert Michael/dpa
    Ein Investitionsziel in Deutschland: die kĂŒnftige Chipfabrik in Dresden. - Bild: Robert Michael/dpa
Ein Investitionsziel in Deutschland: Beim Stromnetzbetreiber Tennet stiegen auslĂ€ndische Staatsfonds ein. - Bild: Christian Charisius/dpa Ein Investitionsziel in Deutschland: die kĂŒnftige Chipfabrik in Dresden.  - Bild: Robert Michael/dpa

AuslÀndische Unternehmen haben 2025 nach einer Analyse erstmals seit Langem wieder mehr Geld in Deutschland investiert als deutsche Unternehmen im Ausland. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) geht davon aus, dass sich die auslÀndischen Direktinvestitionen hierzulande verglichen mit dem Vorjahr mehr als verdoppelt haben. 

Die Experten des arbeitgebernahen Instituts gehen von einem Anstieg der Direktinvestitionen von 43 Milliarden Euro auf 96 Milliarden Euro aus. Deutsche Unternehmen hĂ€tten unterdessen eine unterdurchschnittliche Summe im Ausland investiert: 86 Milliarden Euro. Basis der SchĂ€tzung seien Zahlen der Deutschen Bundesbank fĂŒr die ersten elf Monate 2025.

Deutschland punktet mit Rechtssicherheit

Das Institut sieht die Zahlen positiv. «In einer immer unsichereren Welt zĂ€hlt Berechenbarkeit mehr als frĂŒher», sagte der Handelsexperte JĂŒrgen Matthes. Die erratische Politik des US-PrĂ€sidenten Donald Trump schade nicht nur den Partnern, sondern auch der US-Wirtschaft. «Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit werden im globalen Wettbewerb zum Standortvorteil fĂŒr Deutschland», folgerte Matthes. Außerdem bleibe Deutschland auch als Forschungsstandort hochattraktiv.

Abgesehen von der Corona-Sondersituation 2020 sei es das erste Mal seit 2003, dass auslÀndische Unternehmen mehr in Deutschland investierten als deutsche im Ausland. Seit der Jahrtausendwende waren im Durchschnitt jedes Jahr 25 Milliarden Euro mehr aus Deutschland abgeflossen, als an Investitionen hereinkam.

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