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WDH / ROUNDUP / Vor EZB-Entscheid: Inflationsrate sinkt auf 1,7 Prozent

17.10.2024 - 14:09:08

(Grammatikfehler im ersten Satz behoben: "gibt" statt "geben")LUXEMBURG/FRANKFURT - Eine stĂ€rker als erwartet gesunkene Inflation im Euroraum gibt der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) neue Argumente fĂŒr Leitzinssenkungen.

(Grammatikfehler im ersten Satz behoben: "gibt" statt "geben")

LUXEMBURG/FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine stĂ€rker als erwartet gesunkene Inflation im Euroraum gibt der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) neue Argumente fĂŒr Leitzinssenkungen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im September nur noch um durchschnittlich um 1,7 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat in einer zweiten SchĂ€tzung kurz vor dem anstehenden Zinsentscheid der EZB mitteilte.

Das ist die niedrigste Rate seit April 2021. In einer ersten SchĂ€tzung hatte Eurostat noch eine Rate von 1,8 Prozent ermittelt. Ökonomen hatten mit einer BestĂ€tigung gerechnet. Die Inflation in der Eurozone ist im September damit erstmals seit ĂŒber drei Jahren unter die Zielmarke von zwei Prozent gefallen, die die EZB mittelfristig fĂŒr den WĂ€hrungsraum anstrebt. Im August hatte die Rate bei 2,2 Prozent gelegen.

KapitalmÀrkte rechnen fest mit Zinssenkung der EZB

Die sinkende Inflation und die schwache Wirtschaft in der Eurozone haben an der Börse zu der Erwartung gefĂŒhrt, dass die EZB bereits heute erneut die Zinsen senken wird. Zuletzt hatte sie mit Mitte September den richtungsweisenden Einlagenzins, den Banken fĂŒr bei der EZB geparkte ĂŒberschĂŒssige Gelder erhalten, um 0,25 Prozentpunkte auf 3,50 Prozent reduziert. Es war die zweite Zinssenkung nach der starken Inflationswelle.

Der deutliche RĂŒckgang der Teuerung im September ist mit der Entwicklung der Energiepreise zu erklĂ€ren. Sie fielen im Jahresvergleich um 6,1 Prozent. Die Dienstleistungspreise legten dagegen mit 3,9 Prozent besonders deutlich zu. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,1 Prozent.

Die viel beachtete Kerninflation ohne schwankungsanfĂ€llige Preise fĂŒr Energie-, Nahrungs- und Genussmittel ging im September leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent zurĂŒck.

@ dpa.de