So wichtig ist das Lager: Expertin verrÀt, welche Auswirkungen eine schlechte Lagerstruktur auf den Betrieb haben kann - und wie es richtig geht
17.01.2024 - 14:30:03"Das Problem ist, dass viele Betriebe die Wichtigkeit eines effizient organisierten Lagers massiv unterschĂ€tzen. Ein schlecht organisierter Lagerbereich zieht sich wie ein Rattenschwanz durch das gesamte Unternehmen", sagt Doris Paulus. Sie konnte bereits ĂŒber 400 Betrieben bei der Optimierung ihrer Lagerstruktur helfen. Welche Auswirkungen eine ungĂŒngstige Lagerstruktur auf den Betrieb haben kann und wie es richtig geht, verrĂ€t sie im folgenden Artikel.
Die Ist-Situation: Diese Rolle spielt das Lager in den meisten Bau- und Handwerksbetrieben
Kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen im Handwerk oder der Baubranche arbeiten hĂ€ufig nach einem Ă€hnlichen Prinzip: Sie kaufen Material ein, verarbeiten dieses zu einem Endprodukt und verkaufen es dann wieder. Mindestens nach der Materialbeschaffung findet ein Zwischenstopp im Lager statt, das deshalb meistens gut gefĂŒllt ist.
Organisiert sind die Betriebe in Bezug auf ihr Material in der Regel nach dem Kanban-System. Bei diesem System sind die Produktion und die Bestellung von Material eng aneinander gebunden. Das bedeutet: Sobald eine bestimmte Anzahl von Endprodukten hergestellt wurde, werden die nĂ€chsten Zwischenprodukte aus dem Lager geholt. Wenn dort wieder Platz ist, kann Material A und B in die ProduktionsstĂ€tte gebracht werden, um neue Zwischenprodukte herzustellen. Sobald der Bestand von Material A oder B unter eine festgelegte GröĂe fĂ€llt, wird nachbestellt.
Das Problem: Deshalb ist die Ist-Situation nicht zufriedenstellend
Die Betriebe arbeiten also nach dem Kanban-Prinzip, doch die IT-Systeme, mit denen gearbeitet wird, sind hĂ€ufig nicht Kanban-geeignet. So passiert es, dass zahlreiche Betriebe sich mit dysfunktionalen Prozessen in ihren Branchenprogrammen herumschlagen mĂŒssen. Ein Beispiel soll die fatale Situation verdeutlichen:
In einem Betrieb gibt es Arbeitsvorbereiter oder Projektleiter. Diese bestellen Material beim Lieferanten. Um zu prĂŒfen, ob ihr bestelltes Material gekommen ist, laufen sie mindestens einmal tĂ€glich an die Warenannahme und schauen dort nach ihrem Material. Erst wenn das geliefert wurde, können sie die Termine fĂŒr ihre Projekte planen. Auch die Ware, die die Monteure fĂŒr ihre aktuellen AuftrĂ€ge benötigen, suchen die Arbeitsvorbereiter oder Projektleiter selbst hĂ€ufig erst jetzt zusammen - schlieĂlich wissen sie sowohl, was fĂŒr die einzelnen Monteure gepackt werden muss, als auch, wo diese Artikel zu finden sind. Wenn die Monteure am Ende des Tages von ihren AuftrĂ€gen zurĂŒckkehren, spricht der Arbeitsvorbereiter mit den Monteuren ĂŒber die letzten Punkte und ruft fĂŒr die Retourenabwicklung den Lieferanten an.
Das Beispiel verdeutlicht alle fehlerhaften Prozesse, die zahlreiche Betriebe tĂ€glich machen - und die sie unter UmstĂ€nden und je nach BetriebsgröĂe jĂ€hrlich sechsstellige finanzielle EinbuĂen kosten können. Ganz abgesehen davon, dass zahlreiche Arbeitsvorbereiter oder Projektleiter aufgrund dieser Organisation völlig ĂŒberlastet sind. SchlieĂlich sind sie das Nadelöhr im Betrieb, der Posten, an dem sich die Anfragen sammeln. Um dem nur ansatzweise nachzukommen, laufen sie hĂ€ufig den ganzen Tag durch die Firma - und sind dabei wegen des Drucks von allen Seiten nur einen Schritt vom Burn-out entfernt. Wie kann man diesen fehlerhaften Prozessen nun entgegenwirken?
Die Lösung: So können Betriebe ihre dysfunktionalen Strukturen auf Vordermann bringen
Das Ziel aller MaĂnahmen muss es grundsĂ€tzlich sein, den Arbeitsvorbereiter oder Projektleiter zu entlasten. Wenn er seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen kann - nĂ€mlich dem Planen von AuftrĂ€gen -, erhöht sich automatisch die Anzahl der durchgefĂŒhrten AuftrĂ€ge und damit auch der Gewinn des Unternehmens. Wichtig ist deshalb, dass sie nur noch das Material bestellen, das fĂŒr ihre Projekte benötigt wird. Das sind höchstens rund 20 Prozent von dem, was bisher bestellt wurde. Diese Bestellung soll zudem so erfolgen, dass der Arbeitsvorbereiter oder Projektleiter dafĂŒr nicht im Lager erscheinen muss. AuĂerdem sollten Unternehmen folgende Umstrukturierungen in ihrem Lager vornehmen:
Alle MaĂnahmen zielen letztlich darauf ab, dass der Projektleiter in seinem BĂŒro bleiben und seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen kann: Projekte planen.
Ăber Doris Paulus:
Das Lager stellt das RĂŒckgrat eines erfolgreichen Betriebs dar. Praktisch wissen Unternehmer, wie wichtig das Lager ist. In der RealitĂ€t zeigt sich jedoch hĂ€ufig das Gegenteil: Unauffindbares Material, fehlende oder undurchdachte Prozesse sowie eine ineffiziente Arbeitsverteilung. Fehlt Unternehmen eine sinnvolle Struktur in ihrem Lager, verschwenden sie wertvolle Zeit und Ressourcen - GĂŒter, die an anderer Stelle im Unternehmen spĂ€ter fehlen. Doris Paulus hat dieses Problem frĂŒh erkannt und unterstĂŒtzt Betriebe dabei, dank organisiertem Lager ihr volles Potenzial zu entfalten. Das Team um die gelernte Schreinerin und Diplom-Ingenieurin im Bereich Architektur liefert mit dem Paulus-Lager ein Gesamtkonzept zur Umstrukturierung und Prozessoptimierung fĂŒr Lager. Die Vorteile fĂŒr Unternehmen sind unter anderem reibungslosere Betriebsprozesse, bis zu 20 Prozent mehr freie Zeit oder eine deutliche Arbeitsentlastung. Weitere Informationen unter: https://www.paulus-lager.de/
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Vertreten durch: Dipl.-Ing. Doris Paulus
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