GrönlÀnd, Licht

GrönlĂ€nd gibt grĂŒnes Licht fĂŒr Abkommen mit den USA

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 18:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Das grönlĂ€ndische Parlament hat grĂŒnes Licht fĂŒr ein neues Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit den USA gegeben.

Bei einer Abstimmung am Dienstag stimmte der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge eine Mehrheit fĂŒr die Vereinbarung, die US-PrĂ€sident Donald Trump, die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen und der grönlĂ€ndische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen im September am Rande der UN-Generalversammlung in New York unterzeichnet hatten. Demnach sprachen sich 16 Abgeordnete fĂŒr das Abkommen aus, sieben enthielten sich. Gegenstimmen gab es nicht.

Nun steht noch die Zustimmung des dĂ€nischen Parlaments aus. In Kopenhagen ist ein Votum fĂŒr den 19. November angesetzt. Wenn die USA auf diplomatischem Weg ĂŒber die Ergebnisse der beiden Abstimmungen informiert sind, kann das Abkommen endgĂŒltig in Kraft treten.

Was steht in dem Abkommen?

Die Vereinbarung modernisiert und ergĂ€nzt ein bereits seit 1951 existierendes Verteidigungs-Abkommen DĂ€nemarks mit den USA. Sie setzt einen mindestens vorlĂ€ufigen Schlussstrich unter den Konflikt um die Arktisinsel, den der US-PrĂ€sident angezettelt hatte. Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach mit der Annexion Grönlands gedroht und sein Vorgehen mit Sicherheitsinteressen begrĂŒndet. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung hatten sich alle drei Parteien als Sieger gefeiert. Aus dĂ€nischer und grönlĂ€ndischer Sicht sind die ZugestĂ€ndnisse ein geringer Preis. Die SouverĂ€nitĂ€t wird nicht angetastet.

Durch ein Abkommen aus dem Jahr 1951 haben die USA ohnehin schon recht großen militĂ€rischen Spielraum auf der Arktisinsel. Aktuell unterhĂ€lt das US-MilitĂ€r dort aber nur noch eine MilitĂ€rbasis, die fĂŒr Raketenabwehr und RadarĂŒberwachung wichtige Pituffik Space Base im Nordwesten Grönlands. Der Deal erlaubt den Amerikanern, diese zu modernisieren und ihre AktivitĂ€ten dort zu erweitern. Außerdem sollen die USA zunĂ€chst zwei weitere Verteidigungsstandorte aufbauen dĂŒrfen.

Was hat Trump davon?

Zudem rĂ€umen DĂ€nemark und Grönland den US-StreitkrĂ€ften große Bewegungsfreiheit auf der und um die Arktisinsel ein. Dagegen soll kein Nicht-Nato-Staat ohne die Genehmigung der drei Parteien MilitĂ€ranlagen in Grönland errichten dĂŒrfen. Auch bei Investitionen begrenzt der Deal den Einfluss von Staaten - oder Investoren aus Staaten -, die weder Nato-Mitglieder oder -Partner noch EU-Mitglieder sind. Das kommt Trumps Wunsch entgegen, Chinas und Russlands Einfluss in der Region einzuschrĂ€nken.

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