GrĂŒne, Preisgarantie

GrĂŒne fordern Preisgarantie beim Deutschlandticket

17.06.2025 - 06:17:26

GrĂŒnen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert Bund und LĂ€nder auf, den Preis des Deutschlandtickets wieder auf 49 Euro im Monat zu senken und darauf eine Garantie zu geben.

Dröge sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Das Deutschlandticket war ein Versprechen fĂŒr bezahlbare MobilitĂ€t. Mit einem Preis von mittlerweile 58 Euro ist es zu teuer. Bus und Bahn mĂŒssen bezahlbar sein." DafĂŒr brauche es eine Initiative der Bundesregierung. "Wir schlagen eine Preisgarantie fĂŒr ein 49-Euro-Ticket vor, die von Bund und LĂ€ndern gemeinsam ausgesprochen wird."

Der Preis des bundesweit gĂŒltigen Tickets im Nah - und Regionalverkehr war zu Jahresbeginn um rund 18 Prozent von 49 Euro auf 58 Euro im Monat angehoben worden. Die GrĂŒnen hatten sich bereits in ihrem Wahlprogramm fĂŒr einen Preis des Tickets von 49 Euro ausgesprochen.

Finanzierung ab 2026 unklar

Zwischen Bund und LĂ€ndern zeichnet sich ein Streit ĂŒber die Finanzierung des Deutschlandtickets ab 2026 ab. LĂ€ndervertreter fordern, der Bund solle sich ab 2026 stĂ€rker als bisher an den Kosten fĂŒr das Ticket beteiligen. Eine einheitliche Position der LĂ€nder gibt es aber nicht. Um die Zukunft des Deutschlandtickets soll es am 27. Juni in Berlin bei einer Sonder-Verkehrsministerkonferenz der LĂ€nder mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) gehen.

Zur Finanzierung des Tickets schießen Bund und LĂ€nder derzeit je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu, um EinnahmeausfĂ€lle bei Verkehrsbetrieben auszugleichen. Denn die meisten ĂŒblichen Pendler-Abos waren zuvor deutlich teurer. Festgeschrieben ist die Finanzierung im Regionalisierungsgesetz - aber nur noch fĂŒr 2025. Aus Sicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen reichen die von Bund und LĂ€ndern jĂ€hrlich zur VerfĂŒgung gestellten drei Milliarden Euro dauerhaft nicht aus, um den Verlust der Branche auszugleichen.

@ dpa.de