Grundwasser, Messstellen

Grundwasser: 90% der Messstellen in Sachsen mit sinkenden Pegeln

Veröffentlicht am: 12.07.2026 um 16:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kommunale SpitzenverbÀnde drÀngen auf schÀrfere Kontrollen privater Wasserentnahmen, um die Trinkwasserversorgung zu sichern.

Wasserknappheit: VerbĂ€nde fordern strengere Regeln fĂŒr Privatentnahmen
Trockene, rissige Erde unter sengender Sonne mit einer welkenden Pflanze und einem ausgetrockneten Stausee im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Angesichts anhaltender Trockenheit und sinkender GrundwasserstĂ€nde drĂ€ngen kommunale SpitzenverbĂ€nde auf eine VerschĂ€rfung der Regeln fĂŒr die private Wasserentnahme. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der Deutsche Landkreistag (DLT) fordern eine stĂ€rkere Regulierung, um die öffentliche Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern.

Genehmigungspflicht fĂŒr GartenbewĂ€sserung und Brunnen

Der VKU plĂ€diert fĂŒr eine weitreichende Reform der bisherigen Entnahmeregelungen. Nutzungen, die bislang genehmigungsfrei möglich sind, sollen kĂŒnftig strenger kontrolliert werden. VKU-VizeprĂ€sident Karsten Specht betont: Vor allem die private GartenbewĂ€sserung und landwirtschaftliche Hofbetriebe mĂŒssten stĂ€rker reguliert werden. Ziel sei es, die PrioritĂ€t der öffentlichen Trinkwasserversorgung rechtlich klarer zu verankern.

Als konkretes Instrument schlĂ€gt der Verband ein digitales Wasserbuch vor. Damit sollen entnommene Mengen prĂ€ziser erfasst werden. Bisher unterliegen viele private Entnahmen – etwa ĂŒber eigene Brunnen – kaum behördlicher Aufsicht. Der VKU sieht hier dringenden Handlungsbedarf, um auf die zunehmende Wasserknappheit durch den Klimawandel zu reagieren.

EinschrĂ€nkungen fĂŒr Pools in Trockenphasen

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In Sachsen sinken die Pegel an 90% der Messstellen – und VerbĂ€nde fordern strengere Regeln fĂŒr die private Wasserentnahme. Wer jetzt nicht umdenkt, riskiert BewĂ€sserungsverbote im Sommer. Dieser Report zeigt, wie Sie Ihren Garten mit einfachen Tricks wassersparend pflegen – ohne auf BlĂŒtenpracht zu verzichten. Jetzt kostenlosen Wasserspar-Report anfordern

UnterstĂŒtzung kommt auch vom Deutschen Landkreistag. DLT-PrĂ€sident Brötel fordert einen bewussteren Umgang mit sogenannten KomfortverbrĂ€uchen. Besonders das BefĂŒllen von Swimmingpools sollte in ausgeprĂ€gten Trockenphasen unterbleiben. Zwar setze der Landkreistag primĂ€r auf die Vernunft der BĂŒrger, doch könnten Kommunen bei Bedarf Begrenzungen oder Verbote per Anordnung durchsetzen.

Die Wasserressourcen sind in weiten Teilen Deutschlands angespannt. In Mitteldeutschland gilt die Trinkwasserversorgung zwar aktuell als gesichert, die GrundwasserstĂ€nde verharren jedoch auf niedrigem Niveau. In Sachsen sind rund 90 Prozent der Messstellen von sinkenden Pegeln betroffen, 70 Prozent der Flussgebiete befinden sich im Niedrigwasserbereich. Die Entwicklung geht auf eine DĂŒrreperiode zurĂŒck, die bereits im Herbst 2025 einsetzte.

Umfrage zeigt hohe Bereitschaft zum Wassersparen

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Bereits 64% der Deutschen sparen bewusst Wasser – doch die Trockenheit verschĂ€rft sich. Besonders das BefĂŒllen von Pools steht in der Kritik. Wer seinen Pool oder Brunnen behalten will, sollte die neuen Regeln kennen. Der Report klĂ€rt ĂŒber rechtliche Grauzonen auf und liefert einen Notfallplan fĂŒr die nĂ€chste DĂŒrreperiode. Notfallplan Wasserversorgung jetzt sichern

Eine Ende Juni durchgefĂŒhrte Civey-Befragung unter 5.000 Teilnehmern zeigt das Problembewusstsein in der Bevölkerung. Demnach geben 64 Prozent der Befragten an, bereits bewusst mit Wasser umzugehen oder hĂ€ufig zu sparen. Die Akzeptanz fĂŒr behördliche Sparappelle ist ebenfalls vorhanden: Rund 35 Prozent wĂŒrden solchen Empfehlungen sehr wahrscheinlich folgen, weitere 29 Prozent halten dies fĂŒr eher wahrscheinlich.

Bei der Verantwortung fĂŒr Sparmaßnahmen zeigt sich ein differenziertes Bild. Eine Mehrheit von 60 Prozent vertritt die Ansicht, dass alle Sektoren – private Haushalte, Industrie und Landwirtschaft – gleichermaßen fĂŒr Einsparungen verantwortlich seien. Jeweils 16 Prozent sehen die Hauptverantwortung bei privaten Haushalten oder der Industrie, lediglich 3 Prozent bei der Landwirtschaft.

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