Spanien, Tourismus

Streik von Flughafen-Bodenpersonal in Spanien verschoben

27.03.2026 - 17:07:18 | dpa.de

Gute Nachricht fĂŒr alle, die zu Ostern nach Spanien wollen: Das drohende Flughafen-Chaos ist vorerst abgewendet. Das kann sich aber noch Ă€ndern.

Die Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. (Archivbild) - Foto: Clara Margais/dpa
Die Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. (Archivbild) - Foto: Clara Margais/dpa

Kurz vor Beginn der Osterreisewelle sind Streiks des Bodenpersonals an spanischen FlughĂ€fen in letzter Minute verschoben worden. Die ursprĂŒnglich jeweils fĂŒr Freitag sowie fĂŒr das Wochenende geplanten Arbeitsniederlegungen der BeschĂ€ftigten der Abfertiger Groundforce und Menzies werde nicht vor Montag beginnen, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft UGT der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Zuvor hatten mehrere spanische Medien darĂŒber berichtet.

Der Aufschub sei bei den Verhandlungen ĂŒber bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kurzfristig vereinbart worden, hieß es. Eine endgĂŒltige Entwarnung könne aber nicht gegeben werden, betonte der Sprecher.

Von den drohenden ArbeitskĂ€mpfen könnten mehr als ein Dutzend FlughĂ€fen betroffen sein, darunter Madrid, Barcelona, MĂĄlaga sowie touristische Ziele auf Mallorca und den Kanaren, die auch bei Deutschen sehr beliebt sind. Das Bodenpersonal kĂŒmmert sich um zentrale AblĂ€ufe wie GepĂ€ckabfertigung, Boarding und die Flugzeugabfertigung am Boden.

Mit vielen FlugausfÀllen ist wegen «Mindestdiensten» nicht zu rechnen

Die Mitarbeiter von Groundforce wollten ursprĂŒnglich ab Freitag unbefristet in den Ausstand treten. Geplant war, montags, mittwochs und freitags in mehreren Zeitfenstern die Arbeit ruhen zu lassen. Bei Menzies sollte am Wochenende sowie zwischen dem 2. und dem 6. April ganztĂ€gig gestreikt werden.

Am Freitag war die Lage am Mallorca-Airport Son Sant Joan sowie an allen anderen FlughĂ€fen Spaniens laut Medien weitgehend normal. Sollten die Verhandlungen aber scheitern und es doch zu Streiks kommen, mĂŒssten sich Reisende auf lĂ€ngere Schlangen und Verzögerungen einstellen. Mit einer grĂ¶ĂŸeren Zahl von FlugausfĂ€llen ist aber nicht zu rechnen. Wegen der in Spanien gesetzlich vorgeschriebenen sogenannten «Mindestdienste» darf meistens nur ein kleiner Teil der Arbeiter in den Ausstand treten.

Auch zu Ostern zĂ€hlt Spanien zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Laut dem Flughafenbetreiber Aena werden in der Karwoche mehr als 70.500 FlĂŒge erwartet. Vielerorts sind Hotels bereits weitgehend ausgebucht.

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