Hamburg: 340 GeflĂŒchtete-PlĂ€tze im neuen Hotel The Niu Quay
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 21:34 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Stadt Hamburg hat zur Unterbringung von GeflĂŒchteten aus der Ukraine eine neue Vereinbarung ĂŒber die Nutzung einer Hotelimmobilie getroffen. Wie aus Berichten von Mitte September 2026 hervorgeht, mietet die Stadt das Hotel âThe Niu Quayâ in der BlohmstraĂe seit Beginn des Monats September 2026 vollstĂ€ndig an. Das GebĂ€ude, das im Harburger Binnenhafen liegt und im FrĂŒhjahr 2026 eröffnet wurde, soll vorerst bis zum Ende des Jahres 2026 als Unterkunft dienen.
Der Standort umfasst nach vorliegenden Informationen ein Kontingent von 150 Zimmern sowie 20 zusĂ€tzlichen Apartments. Damit werden insgesamt rund 340 PlĂ€tze fĂŒr schutzsuchende Personen bereitgestellt.
Die Vereinbarung sieht vor, dass die Nutzung mindestens bis zum Jahresende 2026 erfolgt, wobei eine VerlĂ€ngerung bis Mitte 2027 als möglich gilt. Ab Januar 2027 ist eine schrittweise Stilllegung der Einrichtung geplant, um das Objekt im Verlauf des Sommers 2027 wieder dem regulĂ€ren Hotelbetrieb zuzufĂŒhren.
Strategische Partnerschaft mit NOVUM Hospitality
Die Anmietung ist Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Hotelkette NOVUM Hospitality. Nach Informationen aus einer Anfrage der CDU sei das Unternehmen selbst mit einem entsprechenden Angebot an die stĂ€dtische Gesellschaft âfördern und wohnenâ herangetreten. Demnach mietet die Freie und Hansestadt Hamburg aktuell Hotels der Kette an insgesamt neun verschiedenen Standorten an.
Die Entscheidung fĂŒr die Nutzung der Immobilie im Harburger Binnenhafen fĂ€llt in eine Phase hoher Auslastung der stĂ€dtischen KapazitĂ€ten. In Harburg leben derzeit rund 3.800 GeflĂŒchtete.
Die Stadt Hamburg mietet das Hotel The Niu Quay im Harburger Binnenhafen vollstĂ€ndig an â 150 Zimmer und 20 Apartments fĂŒr rund 340 PlĂ€tze, zunĂ€chst bis Ende 2026, mit Option bis Mitte 2027. FĂŒr Investoren im Beherbergungssektor zeigt dieser Fall, wie kommunale GroĂanmietungen als stabile Nachfragequelle wirken und welche Vertrags- und RĂŒckgabekonstellationen dabei entstehen. Kostenlosen Praxisreport zum Beherbergungsmarkt anfordern
Die öffentlichen Wohnanlagen in der Hansestadt weisen eine Belegungsquote von 102,8 Prozent auf, was den Druck auf den Immobiliensektor und die Notwendigkeit temporÀrer Lösungen wie Hotelanmietungen unterstreicht. In das betroffene Quartier im Harburger Hafen wurden zuvor mehr als 60 Millionen Euro an öffentlichen und privaten Mitteln investiert, um die Umgestaltung des Viertels voranzutreiben.
Kostenstruktur und Entwicklung der Hotelunterbringung
Die Nutzung von HotelkapazitĂ€ten zur Unterbringung von GeflĂŒchteten stellt fĂŒr den stĂ€dtischen Haushalt einen erheblichen Kostenfaktor dar. FĂŒr das Jahr 2025 wurde die durchschnittliche Aufwendung pro Person und Tag auf rund 82 Euro beziffert, wobei in diesem Betrag das Catering bereits enthalten war. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben der Stadt Hamburg fĂŒr die Hotelunterbringung im Jahr 2025 auf 163,7 Millionen Euro.
Hamburgs öffentliche Wohnanlagen sind zu 102,8 Prozent belegt, und die Hotelunterbringung kostete die Stadt 2025 rund 163,7 Millionen Euro. Wer Gewerbeimmobilien hÀlt, sollte die Kosten- und Auslastungsdynamik dieses Segments kennen, bevor er MietvertrÀge mit Kommunen bewertet. Der Report ordnet Renditechancen und Laufzeitrisiken von Sozialimmobilien ein. Analyse zu Sozialimmobilien jetzt sichern
Trotz der aktuellen Neuanmietung verfolgt die Stadt das Ziel, die AbhĂ€ngigkeit von HotelplĂ€tzen langfristig zu reduzieren. Derzeit werden hamburgweit 43 Hotels und Hostels mit einer KapazitĂ€t von etwa 4.932 PlĂ€tzen fĂŒr soziale Zwecke genutzt.
Berichten zufolge war fĂŒr das Jahr 2025 ein Abbau von rund 1.000 dieser HotelplĂ€tze vorgesehen. Die aktuelle Belegungssituation macht jedoch deutlich, dass die Stadt weiterhin auf groĂvolumige Anmietungen im gewerblichen Beherbergungssektor angewiesen ist, um die Versorgung der ankommenden Menschen sicherzustellen.
