LichtBlick Prosumer-Report 2025: Ausbau statt Stillstand - Prosumer trotzen schwierigem Marktumfeld
13.05.2025 - 10:11:124 Millionen Solaranlagen - Smart Meter holen langsam auf
Photovoltaikanlagen bleiben die tragende SĂ€ule der Energiewende im Eigenheim. Bereits 35,7 Prozent der Prosumer-HĂ€user nutzen Solarstrom vom eigenen Dach. Ende 2024 waren damit rund 4 Millionen der potenziellen 11,1 Millionen Prosumer-Haushalte mit einer PV-Kleinanlage (bis 20 kWp) bereits ausgestattet. Allerdings fĂŒhrt der Boom bei Balkonkraftwerken aktuell dazu, dass die durchschnittliche AnlagengröĂe leicht sinkt.
Auch Batteriespeicher sind auf dem Vormarsch: Ihr Anteil steigt von 11,1 auf knapp 17 Prozent. Seit 2020 hat sich die Zahl der neu installierten Speicher damit mehr als versechsfacht. Smart Meter - Grundlage fĂŒr die flexible Nutzung von Strom - legen ebenfalls erstmals merklich zu: Ihr Anteil verfĂŒnffacht sich auf 3,8 Prozent.
Entwicklung bei WĂ€rmepumpen und E-Autos verhalten
Nach zwei Rekordjahren brach der WĂ€rmepumpenmarkt vergangenes Jahr um 46 Prozent ein. Auch bei E-Autos und privaten Ladestationen verlangsamt sich das Wachstum. Der Anteil der Prosumer mit eingebauter WĂ€rmepumpe stieg daher nur leicht auf 13,7 Prozent (+1,5 Prozent), mit Elektroauto auf 8,9 Prozent (+1,5 Prozent) und mit installierter Wallbox auf 18,1 Prozent (+2,8 Prozent).
FlexibilitÀt wird belohnt: Bis zu 800 Euro weniger Stromkosten
Neben den Ersparnissen aus dynamischem Tarif und marktpreisorientierter Steuerung flexibler Anlagen flieĂen erstmals auch die neuen Regelungen aus §14a EnWG in die von tournesol energy durchgefĂŒhrte Wirtschaftlichkeitsanalyse ein. Seit Januar 2024 profitieren Prosumer, die steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie WĂ€rmepumpen oder Wallboxen netzdienlich betreiben, von reduzierten Netzentgelten. Am Beispiel eines Prosumers aus Hamburg zeigt sich: Ein voll flexibilisierter Haushalt kann die Stromkosten um bis zu 800 Euro pro Jahr senken - das entspricht einer Entlastung von 76 Prozent. Der GroĂteil (374 Euro) fĂ€llt auf die Nutzung dynamischer Tarife in Kombination mit börsenpreisorientierter Nachfrageverschiebung. ZusĂ€tzliche 127 Euro entfallen auf die dynamischen Netzentgelte.
"Mit den neuen Regelungen aus der kleinen EnWG-Novelle und §14a EnWG wird Eigenstrom nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell attraktiver. Aber: Die Umsetzung ist aus Verbrauchersicht kompliziert und schwer zugĂ€nglich. Damit die Energiewende im Eigenheim gelingt, braucht es einfache, nutzerfreundliche Lösungen, sonst investieren Verbraucher*innen nicht in die entsprechenden Technologien", sagt Bettina Hinken, Managing Director der LichtBlick-Tochter ison. ison stellt aggregierte und optimierte Energieprognosen fĂŒr die Direktvermarktung und dynamische Tarife bereit.
Prosumer können bis zu 64 Prozent ihres Energiebedarfs selbst decken
Aktuell decken Prosumer im Schnitt 9 Prozent ihres Energiebedarfs selbst. Das Potenzial liegt jedoch deutlich höher: WÀren alle geeigneten HÀuser mit Solaranlagen ausgestattet, könnten 64 Prozent des Gesamtbedarfs an Strom, WÀrme und MobilitÀt bilanziell selbst erzeugt werden - das entspricht 69 Milliarden Kilowattstunden jÀhrlich bzw. 14 Prozent der heutigen Nettostromerzeugung in Deutschland.
HĂ€user mit grĂŒnen Technologien haben langfristigen Kostenvorteil
Trotz hoher Anfangsinvestitionen bieten Prosumer-Technologien deutliche finanzielle Vorteile. Eine aktuelle Modellrechnung zeigt: Ăber 20 Jahre vermeiden Haushalte bis zu 56.000 Euro an Energie- und Betriebskosten bei einer Sanierung und bis zu 51.000 Euro beim Neubau gegenĂŒber fossilen Alternativen.
Den vollstÀndigen Report sowie hochaufgelöstes Bildmaterial finden Sie hier.
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26 Jahre LichtBlick sind 26 Jahre zukunftsweisende Energielösungen fĂŒr zuhause und unterwegs. Gestartet als Ăkostrom-Pionier mit acht Kund*innen vertrauen heute mehr als 1,7 Millionen Menschen deutschlandweit auf die Lösungen von LichtBlick. LichtBlick ist heute ein integrierter Versorger mit eigener Erzeugung, Solar-, MobilitĂ€ts- und WĂ€rmeangeboten, innovativen Flex-Dienstleistungen und einem bundesweiten Montagenetzwerk. Im GeschĂ€ftsjahr 2023/24 erreichte das Unternehmen, das zum niederlĂ€ndischen Energiewende-Vorreiter Eneco gehört, einen Umsatz von 1,64 Milliarden Euro. www.lichtblick.de
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