Arbeitsmarkt, Familien

Dittrich verlangt mehr ZugestĂ€ndnisse von Älteren bei Rentenreform

14.03.2026 - 08:18:03 | dts-nachrichtenagentur.de

HandwerksprĂ€sident Jörg Dittrich hat bei der anstehenden Rentenreform mehr ZugestĂ€ndnisse von der Ă€lteren Generation an JĂŒngere verlangt."Die grĂ¶ĂŸere Generation der Älteren wird akzeptieren mĂŒssen, dass auch sie ihren Beitrag leisten muss, etwa durch lĂ€ngere Erwerbszeiten", sagte Dittrich der "Rheinischen Post".

Versichertenjahre deutscher Rentner steigen auf Rekordwert
Arbeitsmarkt - Seniorin (Archiv) 14.03.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Eine Anhebung aller Renten entsprechend der Lohnerhöhung wird auf Dauer voraussichtlich nicht mehr möglich sein", sagte der PrĂ€sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und verwies damit auf VorschlĂ€ge, höhere Renten langsamer steigen zu lassen als geringere Renten. "Wichtig ist, dass eine Rentenreform generationengerecht gestaltet sein muss. Und sie muss gleichermaßen Leistungsbezieher wie auch diejenigen, die das finanzieren, in den Blick nehmen", sagte Dittrich.

Auch bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mĂŒssten Versicherte Abstriche hinnehmen. "Wenn wir Kosten senken wollen, mĂŒssen alle einen Beitrag leisten, auch die Versicherten", sagte er. "Auch in der GKV wird es kĂŒnftig wohl so sein, dass starke Schultern mehr tragen mĂŒssen", sagte er voraus. Zudem mĂŒssten kleinere und mittlere Einkommen im Rahmen eines Gesamtreformpakets steuerlich entlastet werden. "Kritisch sehe ich jedoch die in der Debatte vorgeschlagene Gegenfinanzierung ĂŒber eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Die Einkommensteuer ist im Handwerk fĂŒr die Mehrzahl der Betriebe die zentrale Unternehmenssteuer, sehr viele Betriebe wĂŒrden also stĂ€rker belastet. Das wĂ€re in der aktuellen Zeit ein fatales Signal", warnte Dittrich.

Er mahnte zudem die schnelle gesetzliche Umsetzung der Eckpunkte zur Reform des Heizungsgesetzes an. "Viele warten erst einmal ab, bis klare gesetzliche Vorgaben da sind und feststeht, wofĂŒr es kĂŒnftig welche Förderungen geben wird. DarĂŒber fehlt zurzeit die Klarheit, weil es bislang nur Eckpunkte fĂŒr eine Reform gibt. Deshalb mĂŒssen diese jetzt ganz schnell in ein Gesetz ĂŒberfĂŒhrt werden", sagte Dittrich.

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