Gehaltserhöhungen 2024: CFO Robert Giebenrath erklÀrt, wie viel man seinen Mitarbeitern zahlen sollte
30.01.2024 - 08:00:09 | presseportal.de
Das Leben wird unentwegt teurer: Eine Tatsache, von der nahezu jeder Lebensbereich betroffen ist. FĂŒr viele BeschĂ€ftigte ist das neben der eigenen Leistung ein guter Grund, eine Gehaltserhöhung einzufordern. Und auch auf Arbeitgeberseite steigt angesichts der anstehenden oder bereits durchgefĂŒhrten Leistungsreviews der Druck, die GehĂ€lter zu erhöhen - aber wie viel Gehalt ist genug? "Die Gehaltsfrage stellt Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaĂen vor diverse Fragen. Doch eines steht unweigerlich fest: Um im Recruiting wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben und Bestandspersonal zu halten, mĂŒssen Unternehmen keine astronomisch hohen GehĂ€lter zahlen", beruhigt Robert Giebenrath, GrĂŒnder von RG Finance.
"Vielmehr gilt es, Transparenz im Gehaltssystem zu schaffen, bei Gehaltsdiskussionen fair vorzugehen und wettbewerbsfÀhige GehÀlter zu zahlen", so der Experte weiter. Als externer CFO steht er Wachstumsbetrieben beratend zur Seite, um eine optimale Finanzstruktur in den Unternehmen zu etablieren. Wie die GehÀlter 2024 angepasst werden sollten, hat Robert Giebenrath im Folgenden zusammengefasst.
Inflationsgeschehen bereits rĂŒcklĂ€ufig - GehĂ€lter mĂŒssen dennoch Schritt halten
Nach einigen Spitzen im vergangenen Jahr hat sich das Inflationsgeschehen im letzten Quartal des Jahres 2023 wieder groĂteils beruhigt - aktuell betrĂ€gt die Inflation rund 3,4 Prozent. Ferner ist bei der Berechnung der Lebenshaltungskosten auch zu berĂŒcksichtigen, dass sich zwar Lebensmittel- und Benzinpreise nach oben entwickelt haben, gleichzeitig aber die Energiekosten gesunken sind.
Insgesamt pendelt sich die Inflation somit auf einem Ă€hnlichen Niveau wie zuletzt 2021 ein. Dies bietet einen ersten Anhaltspunkt dafĂŒr, wie hoch die Gehaltserhöhung mindestens ausfallen sollte. So lagen die jĂŒngsten Gehaltserhöhungen in deutschen Unternehmen im Durchschnitt bei etwa 4,7 Prozent - auf einem Niveau also, das die Inflation zumindest theoretisch ausgleicht.
Durch Karrierestufen Transparenz im Gehaltssystem schaffen
Ein wirklich faires Gehalt orientiert sich jedoch nicht ausschlieĂlich am Durchschnitt, sondern vor allem daran, welche Funktionen Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens ausĂŒben. Um ein effektives Gehaltssystem zu schaffen, sollten daher Karrierestufen und Rollen vom Werkstudenten ĂŒber Junior- und Senior-Mitarbeiter und Abteilungsleiter bis hin zur C-Ebene fĂŒr jede Abteilung des Unternehmens klar definiert werden.
Auf dieser Basis können GehĂ€lter nach klaren Kriterien festgelegt und Gehaltsjustierungen anhand der Rolle und Position des jeweiligen Mitarbeiters begrĂŒndet werden. Dies sorgt fĂŒr eine transparentere Gehaltsdiskussion und erleichtert es so, GehĂ€lter zur Zufriedenheit der Mitarbeiter anzupassen, ohne unzĂ€hlige Einzelfallentscheidungen treffen zu mĂŒssen.
WettbewerbsfÀhig bleibt nur, wer mehr zahlt als der Durchschnitt
Um am Arbeitsmarkt konkurrenzfĂ€hig zu bleiben, sollten GehĂ€lter wie auch Gehaltserhöhungen keinesfalls unterdurchschnittlich ausfallen. Es bietet sich also an, bei der Planung von Gehaltsanpassungen Kennzahlen wie die Inflation und die durchschnittliche Gehaltsentwicklung als Referenz zu nutzen und regelmĂ€Ăige Gehaltsvergleiche durchzufĂŒhren.
WettbewerbsfĂ€hige Gehaltserhöhungen machen sich ĂŒbrigens bezahlt: Mitarbeiter, die ĂŒberdurchschnittlich verdienen, sind in der Regel zufriedener mit ihrem Job und lassen sich nur schwer abwerben. Insgesamt sollte deshalb angestrebt werden, fĂŒr jede Position etwa 10 Prozent mehr zu zahlen, als im Durchschnitt geboten wird. Auf diese Weise werden Fluktuationen im Personalstamm reduziert, wĂ€hrend es leichter wird, neue Bewerber fĂŒr Positionen im Unternehmen zu finden.
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