Das hĂ€lt das Jahr 2024 fĂŒr das Handwerk bereit - 6 Prognosen, mit denen Betriebe rechnen sollten
05.04.2024 - 10:05:48Vor allem Effizienz im Umgang mit Ressourcen und innovative AnsĂ€tze in der BuchfĂŒhrung werden zum ErfolgsschlĂŒssel. Auf welche Entwicklungen sich die Betriebe bereits jetzt einstellen sollten, um langfristig konkurrenzfĂ€hig zu bleiben, wird im nachfolgenden Beitrag erlĂ€utert.
Anpassung der Vertriebsstrukturen an das Kaufverhalten
Hohe Inflationsraten und damit verbundene Preissteigerungen haben eine VerĂ€nderung im Kaufverhalten der Kunden bewirkt. Statt dem Handwerker ihres Vertrauens AuftrĂ€ge zu erteilen, werden immer hĂ€ufiger mehrere Angebote verglichen; das attraktivste bekommt dann den Zuschlag. Dadurch wird die Rolle des Vertriebs noch wichtiger. Betriebe sollten deshalb die entsprechenden Strukturen ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls anpassen. In diesem Zug ist eine Umstellung auf ein CRM-System sinnvoll, das Kundendaten und die dazugehörigen AuftrĂ€ge digital verwaltet. Ein solches System unterstĂŒtzt dabei, in wenigen Wochen eine Struktur einzufĂŒhren, bei der nicht mehr alles in physischen Mappen gesammelt werden muss.
Praxistipps:
Aufbau einer PrÀsenz auf dem Markt
Bereits seit Jahren wird der FachkrĂ€ftemangel im Handwerk beklagt. Auch im Jahr 2024 wird sich daran nichts Ă€ndern. Damit sich qualifizierte ArbeitskrĂ€fte dennoch fĂŒr das eigene Unternehmen entscheiden, ist es entscheidend, dass der Betrieb in den entsprechenden Kreisen prĂ€sent ist. Selbst in kleineren Regionen, in denen das Handwerk vielleicht weniger prĂ€sent ist, ist es hierbei unwahrscheinlich, dass jede potenzielle Fachkraft den eigenen Betrieb kennt. Daher ist es wichtig, aktiv Werbung zu betreiben, um im GedĂ€chtnis der Menschen zu bleiben. Vor allem Online-Werbeanzeigen bieten groĂes Potenzial, um sowohl in den Köpfen der Kunden als auch in denen potenzieller Mitarbeiter zu bleiben. Insgesamt kommt dem Marketing also eine noch gröĂere Bedeutung zu als bisher.
Praxistipps:
Investition in die Digitalisierung
Die Ressourcen der vorhandenen Mitarbeiter mĂŒssen zudem möglichst effizient eingesetzt werden. Vor allem die Digitalisierung wird in diesem Zuge immer wichtiger, da sie es ermöglicht, ortsunabhĂ€ngig zusammenzuarbeiten, ohne immer physisch im Betrieb prĂ€sent sein zu mĂŒssen. Es ist nicht mehr ausreichend, FachkrĂ€fte nur lokal einzusetzen, da dies die ProduktivitĂ€t beeintrĂ€chtigen kann. Das wiederum fĂŒhrt zu geringeren Löhnen und einem Nachteil im Wettbewerbsumfeld, den man in den kommenden Jahren nicht ĂŒberstehen wird. FĂŒr Handwerksbetriebe ist jetzt die Zeit, sich mit digitalen MaĂnahmen auseinanderzusetzen und diese zĂŒgig in den Betriebsablauf zu integrieren. Auf diese Weise macht man seinen Betrieb fĂŒr viele Talente attraktiv.
Praxistipps:
Ăberarbeitung der betrieblichen Kalkulation
In vielen Betrieben haben sich die Ausgaben aufgrund der hohen Inflation und gestiegener Energiepreise deutlich erhöht. Auch die GehĂ€lter der Mitarbeiter wurden angepasst, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben. Eigentlich mĂŒssten diese Kosten an die Kunden durch gestiegene Preise weitergegeben werden - doch davor schrecken viele Unternehmen zurĂŒck. Langfristig bedroht das jedoch die Existenz des Unternehmens. Deshalb sollten Betriebe ihre Kosten zeitnah neu kalkulieren oder Zielgruppen ansprechen, die bereit sind, auch höhere Preise zu bezahlen.
Praxistipps:
Schutz vor politischen Entscheidungen
Die Politik hat einen groĂen Einfluss auf Handwerksbetriebe. Entscheidet die Regierung beispielsweise, dass eine Förderung gestrichen wird, wird das entsprechende Produkt - zuletzt waren es die Heizungen - kaum mehr nachgefragt. Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, stehen dann plötzlich ohne AuftrĂ€ge da. Deshalb sollte jeder Betrieb ĂŒber einen Plan B verfĂŒgen. Je flexibler ein Unternehmen seine Angebote anpassen kann, desto sicherer ist es vor unerwarteten politischen Entscheidungen.
Praxistipps:
Steigerung der AttraktivitÀt des Handwerks
Neben den genannten Herausforderungen gibt es auch eine positive Entwicklung: Immer mehr Handwerksbetrieben wird klar, dass sie selbst zur AttraktivitĂ€t ihrer Branche beitragen können. Das zeigt sich in einem wertschĂ€tzenden Umgang mit den Mitarbeitern und innovativen, modernen AnsĂ€tzen, die auch Berufseinsteiger begeistern. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt, wodurch langfristig wieder mehr FachkrĂ€fte fĂŒr die Branche gewonnen werden können. Demnach lohnt es sich fĂŒr Betriebe durchaus, die Umstrukturierungen anzugehen.
Ăber A&M Unternehmerberatung:
Marvin Flenche und Alexander Thieme sind die GrĂŒnder der A&M Unternehmerberatung GmbH. Die Agentur hat sich auf Fachfirmen rund ums Haus spezialisiert und ermöglicht Unternehmen mit Hilfe von Onlinemarketing, Planbarkeit und Wachstum durch mehr Kundenanfragen und qualifizierte Mitarbeiter. Weitere Informationen ĂŒber: https://www.am-beratung.de.
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