Hausarzt-Mangel: 12.000 Sitze könnten bis 2040 unbesetzt bleiben
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 04:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die EU-Verordnung stellt Finanzunternehmen vor neue Herausforderungen – besonders beim Personalmanagement.
Strengere Prüfungen für IKT-Personal
Banken und Versicherungen müssen ihr IT-Personal künftig genauer unter die Lupe nehmen. DORA verlangt sogenannte Fit-&-Proper-Tests, kontinuierliches Monitoring und detaillierte Hintergrundchecks. Die Anforderungen an Compliance, IT-Sicherheit und Management steigen damit massiv.
Parallel dazu gewinnt die ISO 27001 an Bedeutung. Spezialisierte Workshops im September und November 2026 sollen Administratoren bei der praktischen Umsetzung von Informationssicherheits-Managementsystemen unterstützen. Die Dringlichkeit zeigt ein aktueller Fall: Erst am 19. Juli 2026 lief eine Frist der US-Cybersicherheitsbehörde CISA ab. Bundesbehörden mussten bis dahin eine kritische SharePoint-Lücke schließen, die unbefugte Codeausführung ermöglichte.
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Personalkrise im Gesundheitswesen
Besonders dramatisch ist die Lage in der Medizin. Eine Studie des IGES-Instituts im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung prophezeit bis 2040 einen massiven Mangel: Über 12.000 Hausarztsitze könnten unbesetzt bleiben – das ist jeder fünfte. Die Autoren warnen: Ohne strukturelle Veränderungen droht das Modell der Primärversorgung zu scheitern.
Die Branche reagiert mit neuen Qualifizierungswegen. In Dresden starten ab Juli 2026 Zertifikatskurse für Ethikberater im Gesundheitswesen. Sie sollen die Moderationskompetenz in klinischen Entscheidungsprozessen stärken. Für 2027 kündigt ein Schweizer Bildungsträger in Sarnen den ersten berufsbegleitenden Studiengang für Prozessmanagement im Gesundheitswesen an. Ziel: Fachkräfte zu Diplom-Prozesstechnikern für optimierte klinische Abläufe ausbilden.
Nachhaltigkeit als strategisches Instrument
Auch das Thema ESG-Reporting gewinnt an Fahrt. Ende Juli 2026 diskutieren Vertreter des UN Global Compact Netzwerks Österreich mit der Finanzwirtschaft über den Mehrwert freiwilliger Nachhaltigkeitsberichte. Die Berichterstattung über Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte werde zunehmend als strategisches Instrument begriffen, das über die reine Pflichterfüllung hinausgeht.
Während neue Standards wie ESG-Reporting an Bedeutung gewinnen, wächst auch der Druck durch technologische Regulierungen wie den EU AI Act. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den notwendigen Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Compliance-Abteilung jetzt dringend benötigt. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Neue Führungskultur und Fördermittel
Die Handwerkskammer Mannheim plant für Anfang August 2026 ein Webseminar zu New Work. Führungskräfte sollen dort Strategien für den kulturellen Wandel in Betrieben kennenlernen. Zur Finanzierung solcher Qualifizierungen steht das Aufstiegs-BAföG bereit – etwa bei Weiterbildungen zum Industriemeister. Es gewährt erhebliche Zuschüsse zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.
Grenzüberschreitend fördert das EU-Projekt TRAIL trinationale Masterprogramme zur nachhaltigen Geschäftsentwicklung im Oberrheingebiet. Der Bedarf an spezialisierten Fachkräften wächst – und die Fördertöpfe sind bereit.
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