Haushaltskrise: Belgiens Premier De Wever bleibt im Amt
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer belgische König Philippe lehnt das RĂŒcktrittsangebot des Politikers von der flĂ€mischen Nationalistenpartei N-VA ab, wie der Palast mitteilte.
Anfang der Woche hatte De Wever dem royalen Staatsoberhaupt seinen RĂŒcktritt angeboten, nachdem Haushaltsverhandlungen in seiner FĂŒnf-Parteien-Regierung vorlĂ€ufig gescheitert waren. König Philippe schob eine Entscheidung ĂŒber den RĂŒcktritt zunĂ€chst auf und sprach im Laufe der Woche mit den Vorsitzenden aller Regierungsparteien. An diesem Freitag empfing er De Wever erneut.
König Philippe: Parteien zu Kompromissen bereit
Im Anschluss an die Audienz teilte der Palast weiter mit, die GesprĂ€che des Königs mit den Parteivorsitzenden hĂ€tten ergeben, dass alle fĂŒnf Parteien die Haushaltsverhandlungen so schnell wie möglich abschlieĂen wollten. Der Monarch habe zudem die formelle Zusicherung erhalten, dass die Parteien zu ZugestĂ€ndnissen bereit seien, um eine Einigung innerhalb der Regierung zu ermöglichen.
Premier De Wever sei daher nun aufgefordert, die Haushaltsverhandlungen unverzĂŒglich wieder aufzunehmen. Am 16. November soll er dem König erneut Bericht erstatten.
Haushaltsverhandlungen zunÀchst gescheitert
Konkret geht es bei den Verhandlungen um den Haushalt fĂŒr 2027 und ein Sparpaket, mit dem die Mitte-rechts-Regierung bis 2029 Einsparungen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro erzielen will. Besonders mit Blick auf den Etat fĂŒr 2027 wĂ€chst der Druck. Verhandlungen darĂŒber waren nach langem Ringen in der Nacht zum Montag gescheitert.
