Heidelberg, Beteiligte

Heidelberg: 200 Beteiligte üben am 8. Oktober den Großeinsatz im Tunnel

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kliniken und Einsatzkräfte erproben Abläufe für Großschadenslagen; Baden-Württemberg stellt rund 5,2 Millionen Euro für Krisenübungen bereit.

Kliniken trainieren Notfallpläne: Übungen in Linz, Heidelberg und Murnau
Leere Zufahrt einer modernen Notaufnahme bei Dämmerung mit architektonischen Betonstrukturen. Illustration mit AI erstellt.

Am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern findet am 7. Oktober 2026 eine großangelegte Sicherheitsübung statt. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Linz und klinischen Notfallteams trainiert das Krankenhaus die internen und externen Abläufe nach einem simulierten Hubschrauberabsturz mit Verletzten.

Zu dem Szenario gehören sichtbare Rauchentwicklungen sowie laute Geräusche auf dem Gelände. Nach Angaben des Ordensklinikums besteht für die Bevölkerung und anwesende Personen keine Gefahr, und die reguläre Patientenversorgung wird durch das Training nicht verzögert. Akute Notfälle übernimmt an diesem Tag gemäß dem regulären Aufnahmekalender das Kepler Universitätsklinikum.

Vorbereitung auf Massenanfälle von Verletzten an weiteren Standorten

Kliniken und Einsatzkräfte erproben derzeit an mehreren Standorten ihre Einsatzbereitschaft für außergewöhnliche Notlagen. In Heidelberg trainieren die Feuerwehr Heidelberg, Rettungsdienste, das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), das St. Josefskrankenhaus und weitere Stellen am 8. Oktober 2026 einen schweren Unfall mit brennenden Fahrzeugen im Schlossbergtunnel. Rund 200 Beteiligte simulieren dabei die koordinierte Versorgung einer großen Zahl an Verletzten unter starker Rauchentwicklung.

Für das Heidelberger Szenario wird der Schlossbergtunnel von 17 bis voraussichtlich 23 Uhr gesperrt. Der Verkehr wird über die Sofienstraße sowie die Bundesstraße 37 und die Neckarstaden umgeleitet, auch der öffentliche Personennahverkehr ist von Umleitungen betroffen.

Ab etwa 18 Uhr wird mit einem erhöhten Aufkommen an Einsatzfahrzeugen gerechnet. Laut der Stadt Heidelberg ist der eingesetzte Übungsrauch unbedenklich, falls dieser in Richtung der Altstadt zieht.

Bereits am 2. Oktober 2026 testete die BG Unfallklinik Murnau eine außergewöhnliche Einsatzlage mit 30 zusätzlichen Verletzten, unter denen sich auch mögliche Infektionspatienten befanden. Rund 150 Beteiligte aus der Klinik, dem Rettungsdienst, der Feuerwehr, der Polizei und dem Gesundheitsamt erprobten dabei den neuen Krankenhausalarm- und Einsatzplan. Das erste Fazit der Beteiligten fiel positiv aus.

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In Heidelberg üben am 8. Oktober rund 200 Beteiligte die Versorgung vieler Verletzter im Tunnel, in Murnau wurde der neue Krankenhausalarm- und Einsatzplan bereits mit 30 Zusatzverletzten getestet. Wer selbst üben muss, braucht einen klaren Ablauf statt eines Ordners im Schrank. Der kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen die Checkliste für den Alarmplan, die Schritt-für-Schritt-Dokumentation und fünf Schulungsmodule für den Krisenstab. Übungs-Leitfaden jetzt anfordern

Fördergelder für Krisenpläne und Qualifizierung des Personals

Um Notfallstrukturen dauerhaft abzusichern, stellte die Landesregierung in Baden-Württemberg am 29. September 2026 rund 5,2 Millionen Euro für Krisenübungen von Stadt- und Landkreisen in Zusammenarbeit mit Traumakliniken bereit.

Pro gefördertem Kreis sind zwei Übungen vorgesehen: die erste bis Ende 2027 und die zweite bis Ende Oktober 2028. Trainiert werden unter anderem Szenarien wie ein Massenanfall von Verletzten, IT- und Stromausfälle sowie Hitzewellen.

Die Gesundheitsämter übernehmen dabei die verbindliche Vorbereitung, Begleitung und Dokumentation. Grundlage sind die lokalen Krankenhausalarm- und Einsatzpläne, für die im Oktober 2025 ein Rahmenplan vorgelegt wurde.

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Baden-Württemberg stellt rund 5,2 Millionen Euro für Krisenübungen bereit — die erste Übung je Kreis ist bis Ende 2027 vorgesehen, die zweite bis Ende Oktober 2028. Wer die Fristen und die verbindliche Dokumentation der Gesundheitsämter nicht im Griff hat, verliert Zeit und Förderung. Der kostenlose Leitfaden führt Sie durch Fristenplan, Nachweispflichten und die Qualifizierung Ihres Personals. Fristen- und Dokumentations-Checkliste sichern

Zudem rückt die Qualifikation des Personals für Gefahrenlagen stärker in den Fokus der akademischen Ausbildung. An der Hochschule Bielefeld vermittelt ein neues Wahlmodul die Zusammenarbeit von Pflegekräften, Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankenhäusern.

Behandelt werden unter anderem die Sichtung bei einem Massenanfall von Verletzten mittels Patienten-Anhänge-Tasche, Übergaben, Klinik-Kapazitäten und Evakuierungsübungen. Die Pflegewissenschaftlerin Christina Anna Hajek forderte in diesem Zusammenhang, Pflegefachpersonen verbindlich in Planungen, Krisenstäbe, Übungen und Auswertungen einzubeziehen, um das Themenfeld im Studium fest zu verankern.

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