Heizkosten-Modellrechnung, Wohnungen

Heizkosten-Modellrechnung: 80 Wohnungen könnten 12.149 Euro nachzahlen

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 00:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der spanische Verwalterverband schlÀgt zwei Wege vor, um gestundete Heizkosten planbarer zu begleichen und SchuldenanhÀufungen vorzubeugen.
Außenansicht eines modernen WohngebĂ€udekomplexes an einem bewölkten Herbsttag. Illustration mit AI erstellt.

Der spanische Dachverband der Immobilienverwalter CGCAFE setzt sich dafĂŒr ein, dass EigentĂŒmergemeinschaften mit dem regulierten Erdgastarif TUR selbst ĂŒber die Begleichung ihrer zentralen Heizkosten entscheiden dĂŒrfen. Ziel des Verbandes ist es, eine unkontrollierte AnhĂ€ufung von Verbindlichkeiten durch gestundete Zahlungen zu verhindern, wie aus einem Bericht vom 06.11.2026 hervorgeht.

Hintergrund dieses Vorstoßes sind die anziehenden Erdgaspreise. Einige EigentĂŒmergemeinschaften befĂŒrchten fĂŒr den Winter 2026/27 Kostensteigerungen von bis zu 70% bei ihren Abrechnungen. Um den finanziellen Druck auf die Wohnanlagen abzufedern und ZahlungsausfĂ€lle zu vermeiden, schlĂ€gt die Organisation zwei konkrete Modelle fĂŒr die Zahlungsabwicklung vor.

Zum einen sollten Gemeinschaften die Möglichkeit erhalten, den vollen TUR-Preis direkt und ohne Inanspruchnahme einer Stundung zu begleichen. Zum anderen solle alternativ festgelegt werden können, dass gestundete BetrÀge gezielt in den verbrauchsÀrmeren Monaten zwischen Mai und Oktober abgetragen werden.

Modellrechnung verdeutlicht finanzielle Belastung

Die Dimension der drohenden Nachzahlungen untermauert der Verband anhand einer Modellrechnung fĂŒr eine EigentĂŒmergemeinschaft mit ca. 80 Wohnungen. FĂŒr dieses BeispielgebĂ€ude der Energieklasse E in der Klimazone D1 wurde ein Jahresgasverbrauch von ca. 683.000 kWh zugrunde gelegt. Davon entfallen erfahrungsgemĂ€ĂŸ rund 80% des Verbrauchs auf die Heizperiode zwischen Oktober und MĂ€rz.

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In diesem Szenario summieren sich die gestundeten Kosten bis zum Monat MĂ€rz auf bis zu 12.149,34 €. Dieser Betrag versteht sich inklusive einer geschĂ€tzten Mehrwertsteuer von 21%, berĂŒcksichtigt jedoch noch keine zusĂ€tzlichen Finanzierungskosten.

FĂŒr die Tilgung dieser aufgelaufenen Summe ĂŒber den vorgeschlagenen Zeitraum von sechs Monaten zwischen Mai und Oktober ergĂ€be sich rechnerisch eine monatliche Rate von ca. 2.024,90 €. Umgelegt auf die einzelnen Einheiten der Gemeinschaft entsprĂ€che dies einer zusĂ€tzlichen Belastung von ca. 25,31 €/Monat pro Wohnung.

Verband fordert verlÀssliche Rahmenbedingungen

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CGCAFE-PrĂ€sident Pablo Abascal hob hervor, dass die Gemeinschaften vor allem verlĂ€ssliche Planbarkeit fĂŒr ihre HaushaltsfĂŒhrung und Wirtschaftsplanung benötigen. Durch flexible Optionen bei der Abrechnung soll den EigentĂŒmern ermöglicht werden, unvorhersehbare Schuldenberge rechtzeitig zu vermeiden und die Kosten gleichmĂ€ĂŸiger ĂŒber das gesamte Abrechnungsjahr zu verteilen.

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