Janine Lampprecht von der Grenzlotsen GmbH deckt auf: Diese versteckten Zollfehler kosten Unternehmen jÀhrlich Millionen
Veröffentlicht am: 15.01.2026 um 08:31 Uhr | presseportal.de
Waren werden importiert und exportiert, Sendungen passieren die Grenze, Rechnungen werden bezahlt â zumindest auf den ersten Blick scheint alles reibungslos zu funktionieren. Die ZustĂ€ndigkeiten fĂŒr entsprechende Zollangelegenheiten sind dabei oftmals historisch gewachsen, Prozesse kaum dokumentiert, Entscheidungen stark auf einzelne Mitarbeiter oder externe Dienstleister verteilt. Solange keine PrĂŒfung ansteht und keine offensichtlichen Probleme auftreten, hat das Thema fĂŒr Entscheider und Verantwortliche damit kaum Relevanz. Ein gefĂ€hrlicher Missstand, denn fehlerhafte Zolltarifnummern, unzutreffende Zollwerte oder falsch angewendete Verfahren summieren sich ĂŒber Monate und Jahre hinweg zu erheblichen Mehrkosten. Gleichzeitig bleiben legale SpielrĂ€ume wie PrĂ€ferenzregelungen, besondere Verfahren oder Bewilligungen völlig ungenutzt. âViele Unternehmen merken erst dann, wie groĂ der Schaden tatsĂ€chlich ist, wenn eine ZollprĂŒfung die ĂŒber Jahre gewachsenen Fehler sichtbar macht â dann geht es schnell um hohe Nachzahlungen, BuĂgelder und enormen Zeitdruckâ, erklĂ€rt Janine Lampprecht von der Grenzlotsen GmbH.
âEchte Abhilfe schafft hierbei nur ein kompromisslos strategischer Ansatz mit einer klaren Steuerung, verlĂ€sslichen Prozessen und digitalen Werkzeugen, sodass Unternehmen allen Risiken proaktiv begegnen und Potenziale vollstĂ€ndig nutzen könnenâ, fĂŒgt sie hinzu. Seit 2013 begleitet Janine Lampprecht Firmen durch genau diese Situationen. Mit einem rund 25-köpfigen Team zĂ€hlt die Grenzlotsen GmbH dabei zu den gröĂeren spezialisierten Zollberatungen in Deutschland. Ihr Fokus liegt auf Konzernen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen unterschiedlichster Branchen â stets mit dem Anspruch, Zoll nicht als reine Compliance-Aufgabe zu betrachten, sondern als strategisches Steuerungsinstrument auf GeschĂ€ftsfĂŒhrungsebene. Worin hierbei die gröĂten Verbesserungspotenziale liegen und was mithilfe eines ganzheitlichen Konzepts zur BewĂ€ltigung aller Zollangelegenheiten möglich ist, verrĂ€t Janine Lampprecht hier.
Von zweifelhaften ZustÀndigkeiten bis zu fehleranfÀlligen Prozessen: Wo Unternehmen Geld verschenken und unnötige Risiken eingehen
Die Ursachen fĂŒr hohe, oft unbemerkte Zollkosten liegen grundsĂ€tzlich nicht in einzelnen Ausrutschern, sondern in systemischen SchwĂ€chen. So bleiben kleine Fehler in datengetriebenen Zollparametern ĂŒber lange Zeit unentdeckt und wirken bei jedem einzelnen Vorgang weiter. Besonders ins Gewicht fallen dabei drei zentrale Aspekte: falsch vergebene Zolltarifnummern, fehlerhafte Zollwerte und unzutreffend angewendete Verfahren. Sie treiben nicht nur Kosten, sondern erhöhen zugleich das Risiko erheblich. Die eigentliche Ursache liegt jedoch tiefer: Fehlendes Zollwissen im Unternehmen, unzureichende Prozess- und Steuerungskompetenz innerhalb der Zollfunktion sowie die mangelnde strategische Einbindung der GeschĂ€ftsfĂŒhrung schaffen ein Umfeld, in dem Unsicherheiten zur NormalitĂ€t werden.
In der Praxis fehlen demnach klare Verantwortlichkeiten, verbindliche Standards, saubere Dokumentationen und regelmĂ€Ăige PrĂŒf- oder Monitoringroutinen. Hinzu kommt die Delegationsfalle: Operative Aufgaben werden an Spediteure oder externe Dienstleister abgegeben, ohne dass DatenqualitĂ€t, Entscheidungslogik und Kostenwirkungen intern wirklich kontrolliert werden. VerstĂ€rkt wird dieses Risiko durch eine zunehmende regulatorische Dynamik, bei der neue Vorgaben auf veraltete Routinen treffen, sowie durch Digitalisierungsbestrebungen, die auf unsauberen Daten und geringer DigitalaffinitĂ€t aufbauen. âOhne belastbare Datenbasis kann dabei keine Besserung eintretenâ, so Janine Lampprecht.
Das Potenzial durchdachter Zollprozesse: So geht es besser
Zollprozesse entfalten ihr volles Potenzial erst dann, wenn sie nicht isoliert als reine Compliance-Funktion betrachtet werden, sondern als strategischer Hebel entlang von Einkaufs- und Lieferketten. Auf dieser Basis ermöglichen sie es, Beschaffungsentscheidungen, Ursprungsfragen und Abkommenslogiken frĂŒhzeitig mitzudenken und so direkte Kosteneffekte zu erzielen. Besonders deutlich wird dies bei der Nutzung von Freihandelsabkommen und PrĂ€ferenznachweisen: Einkaufsland, Warenursprung und saubere Nachweise beeinflussen maĂgeblich die Höhe aller Abgaben. Werden diese Stellschrauben systematisch genutzt, lassen sich Zölle rechtssicher reduzieren. âZoll bietet enorme SpielrĂ€ume â vorausgesetzt, Unternehmen kennen ihre Daten und nutzen die vorhandenen Regelwerke konsequent zu ihrem Vorteilâ, betont Janine Lampprecht.
Ein interner Audit schafft hierbei die nötige Transparenz ĂŒber bestehende Risiken ebenso wie ĂŒber ungenutzte Einsparpotenziale und bildet damit die Basis fĂŒr eine klar definierte Prozesslandschaft. Daraus lassen sich Rollen, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und ein belastbares Management-Reporting ableiten. In der Umsetzung rĂŒcken dabei zentrale Handlungsfelder in den Fokus: die QualitĂ€t von Stammdaten und Tarifierung, die konsequente Nutzung von Verfahren und Bewilligungen, eine aktive interne Steuerung statt blindem Outsourcing sowie die gezielte Qualifizierung aller Mitarbeiter. ErgĂ€nzt um regelmĂ€Ăige Updates, Monitoring und klar geregelte Eskalationswege entsteht so ein Zollsystem, das steuerbar und belastbar ist. âDer Lohn dafĂŒr ist ein deutlich entspannteres Umfeld mit planbaren Kosten, weniger PrĂŒfungsstress, geringeren Haftungs- und BuĂgeldrisiken sowie schnelleren AblĂ€ufenâ, so Janine Lampprecht abschlieĂend.
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