Hessischer, MinisterprÀsident

Hessischer MinisterprÀsident: Mehr Wachstum statt Wohlfahrt

11.07.2025 - 06:30:18

Hessens MinisterprÀsident Boris Rhein fordert einen MentalitÀtswechsel zur Ankurbelung der Wirtschaft.

"Wir mĂŒssen in Deutschland fĂŒr mehr Wachstum sorgen, nicht fĂŒr immer mehr Wohlfahrt", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor der Sitzung des Bundesrates, der heute ĂŒber milliardenschwere Steuerentlastungen fĂŒr Unternehmen abstimmt. Rhein sprach angesichts von WachstumsschwĂ€che und des FachkrĂ€ftemangels von einer "positiven Leistungskultur - mit Anreizen fĂŒr Arbeit statt fĂŒr Arbeitslosigkeit".

Die Ausgaben fĂŒr das BĂŒrgergeld mĂŒssen Rhein zufolge endlich sinken und hĂ€rtere Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer verhĂ€ngt werden. Entscheidend sei, mehr Leute in Arbeit zu bringen. "DafĂŒr muss jetzt der Wirtschaftsmotor anspringen. Wenn wir 100.000 Menschen in Arbeit bringen, können wir dadurch im BĂŒrgergeld bis zu drei Milliarden Euro einsparen", rechnete Rhein vor.

Zustimmung Investitionspaket angekĂŒndigt

Das vom Bundestag verabschiedete Paket sieht unter anderem verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten fĂŒr Maschinen bereits zum 1. Juli vor. Dies soll dafĂŒr sorgen, dass Firmen wieder mehr investieren. Wenn der sogenannte Booster ausgelaufen ist, soll ab 2028 schrittweise die Körperschaftsteuer sinken - und zwar von derzeit 15 Prozent auf 10 Prozent im Jahr 2032. Bund, LĂ€ndern und Kommunen entgehen durch das Paket Steuereinnahmen von rund 48 Milliarden Euro. Der Bund hatte zugesagt, die SteuerausfĂ€lle der Kommunen bis 2029 vollstĂ€ndig zu ĂŒbernehmen.

Rhein kĂŒndigte in der Zeitung an, die hessische Landesregierung werde dem Investitionsprogramm zustimmen. Auch Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann kĂŒndigte eine Zustimmung Bayerns an. "Weil wir hinter dem Konzept des Bundes stehen", wie der CSU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte.

@ dpa.de