Hessens Regierungschef Rhein: Geld fĂŒr StraĂen und Schienen muss rasch ankommen
05.06.2025 - 17:16:21"Wichtig ist nun, dass die Mittel schnell und unbĂŒrokratisch in den LĂ€ndern ankommen. DafĂŒr brauchen wir schnellstmöglich die passenden AusfĂŒhrungsgesetze durch den Bund", forderte Rhein nach einer MinisterprĂ€sidentenkonferenz (MPK) in Berlin.
Das Geld werde dazu beitragen, StraĂen, BrĂŒcken und Schienen zu modernisieren sowie KindergĂ€rten, KrankenhĂ€user und digitale Infrastruktur zu stĂ€rken. Gut sei auch die rasche Einigung auf die Aufteilung der Finanzströme, ergĂ€nzte Rhein. Die MPK hatte laut Hessens Staatskanzlei beschlossen, sowohl fĂŒr das Sondervermögen als auch fĂŒr die zusĂ€tzliche strukturelle Verschuldungsmöglichkeit von 0,35 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts den sogenannten Königsteiner SchlĂŒssel anzuwenden.
Rhein: LĂ€nder mĂŒssen von neuen Verteidigungsausgaben profitieren
FĂŒr ein verteidigungs- und widerstandsfĂ€higes Deutschland mĂŒsse der Bund sicherstellen, dass die LĂ€nder von den geplanten zusĂ€tzlichen Verteidigungsausgaben profitierten, betonte Rhein weiterhin. "AuĂerdem muss zusĂ€tzliches Geld aus dem Klima- und Transformationsfonds in Bundesprogrammen an LĂ€nder und Kommunen flieĂen."
Der hessische MinisterprĂ€sident erklĂ€rte weiter, um die LeistungsfĂ€higkeit des Föderalismus gemeinsam zu erhalten, "mĂŒssen Bundesgesetze, die finanzielle Folgen fĂŒr die LĂ€nder und Kommunen haben, kĂŒnftig automatisch durch zusĂ€tzliche Mittel vom Bund zumindest anteilig kompensiert werden". Der Grundsatz "Wer bestellt, zahlt" mĂŒsse wieder stĂ€rker gelten.
Brief an den Kanzler
Die CDU-MinisterprĂ€sidenten - inklusive Rhein - hatten in einem Brief an Kanzler Friedrich Merz (CDU), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ein grundsĂ€tzliches Umdenken bei den Finanzbeziehungen gefordert: "Das Ziel ist ein regelgebundener, dauerhafter und ĂŒberprĂŒfbarer Mechanismus, der den finanziellen Ausgleich zugunsten der LĂ€nder schafft, wenn Bundesgesetze zu Mehrausgaben oder Mindereinnahmen der LĂ€nder und Kommunen fĂŒhren."
Zur Kompensation sollten die LĂ€nder einen höheren Anteil an der Umsatzsteuer bekommen, schlugen die CDU-MinisterprĂ€sidenten vor. DafĂŒr solle die Bundesregierung bei GesetzentwĂŒrfen besser als bisher berechnen, welche finanziellen Folgen sich fĂŒr LĂ€nder und Kommunen ergeben - und dann automatisch die Umsatzsteuerverteilung anpassen.
Rhein zeigt sich optimistisch
Nach der MPK erklĂ€rte Rhein laut Mitteilung, LĂ€nder und Kommunen benötigten ausreichende finanzielle SpielrĂ€ume fĂŒr ihre Aufgaben im föderalen System. Die ersten Wochen der neuen Bundesregierung "stimmen mich optimistisch, dass der Bund an einer auskömmlichen Finanzierung von LĂ€ndern und Kommunen interessiert ist", versicherte der hessische Regierungschef.
Er sprach von einer Geschlossenheit der LĂ€nder insgesamt. "Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind gewaltig. Wir mĂŒssen unser Land sicherer, souverĂ€ner und sozialer machen und Staat und Wirtschaft umfassend modernisieren. Es freut mich sehr, dass die LĂ€nder in wichtigen Fragen als Einheit auftreten", ergĂ€nzte Rhein. Es sei ein neuer Optimismus in der Zusammenarbeit zu spĂŒren. Hessens Landesregierung ist schwarz-rot wie die neue Bundesregierung.

