Haseloff fordert KanzleramtsgesprÀche mit Bauern
11.01.2024 - 00:14:08Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff hat sich fĂŒr GesprĂ€che im Kanzleramt zwischen der Bundesregierung und den BauernverbĂ€nden ausgesprochen. In einem Interview mit MDR aktuell betonte der CDU-Politiker seine UnterstĂŒtzung fĂŒr die laufenden Proteste der Landwirte gegen die geplanten Einsparungen der Bundesregierung.
Obwohl die Bundesregierung bereits Teile der KĂŒrzungen bei den Landwirten zurĂŒckgenommen hat, hĂ€lt Haseloff es fĂŒr unabdingbar, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) persönlich mit den BauernverbĂ€nden in den Dialog tritt. «Es muss jetzt eine Einladung ins Kanzleramt erfolgen und dort muss man miteinander sprechen, so wie das auch in anderen ZusammenhĂ€ngen der Fall war, als es dort eine Konferenz zur Automobilindustrie, zur Chemie und so weiter gegeben hat. Die anderen Branchen haben das auch erlebt und dieses Angebot sollte man jetzt auch machen», sagte der MinisterprĂ€sident.
In den vergangenen Jahren und vielleicht sogar Jahrzehnten habe sich viel in der Landwirtschaft angestaut. Die Branche habe zahlreiche VerĂ€nderungen, Druck, Zertifizierungen und bĂŒrokratische Herausforderungen bewĂ€ltigen mĂŒssen. Haseloff unterstrich auch die Notwendigkeit von Subventionen in Deutschland und Europa, um unter den gegebenen Bedingungen wettbewerbsfĂ€hige landwirtschaftliche Produkte zu erzeugen.
Kanzler Scholz will heute am Rande einer Veranstaltung in Cottbus mit dem brandenburgischen LandesbauernprÀsidenten zusammenkommen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin mitteilte. Dabei wolle der Kanzler die Regierungsposition noch einmal erlÀutern. «Aber die Haltung ist klar.» Am Dienstag sprach Scholz am Rande des Neujahrsempfangs von BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier demnach auch schon mit BauernprÀsident Joachim Rukwied.


