HitzeunfÀlle: DGUV warnt vor 17% mehr WegeunfÀllen ab 30 Grad
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 19:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) sieht einen direkten Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und der Arbeitssicherheit in Deutschland.
Am 19. August 2026 wies der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der DGUV darauf hin, dass sich durch die verĂ€nderte HĂ€ufigkeit und IntensitĂ€t von Hitzeperioden das Risiko fĂŒr UnfĂ€lle wĂ€hrend der Arbeitszeit sowie auf dem Arbeitsweg verschĂ€rft habe. Die statistischen Auswertungen des Verbandes belegen demnach eine signifikante Zunahme der GefĂ€hrdungslage an Hitzetagen.
Signifikanter Anstieg der Unfallzahlen ab 30 Grad Celsius
Die Datenlage der DGUV verdeutlicht laut den AusfĂŒhrungen des Verbandes den Einfluss extremer Wetterlagen auf das Unfallgeschehen. Sobald die Temperaturen die Marke von 30 Grad Celsius ĂŒberschreiten, steige die Zahl der ArbeitsunfĂ€lle im Vergleich zu moderaten Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius um 8 Prozent an.
Noch deutlicher falle der Effekt bei den sogenannten WegeunfÀllen aus, die sich auf dem Weg zur oder von der ArbeitsstÀtte ereignen. Hier verzeichne die Versicherung einen Zuwachs von 17 Prozent.
Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer betonte, dass diese Entwicklungen in den vorliegenden Daten der Unfallversicherung klar erkennbar seien. Die physische und psychische Belastung durch hohe Temperaturen fĂŒhre demnach zu einer nachlassenden Konzentration und einer schnelleren ErmĂŒdung, was das Risiko fĂŒr Fehlhandlungen und UnfĂ€lle erhöhe.
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Langfristiger Trend und wirtschaftliche Auswirkungen
Hintergrund dieser Entwicklung ist eine langfristige VerĂ€nderung der klimatischen Bedingungen in Deutschland. Seit den 1950er-Jahren hat sich die Zahl der heiĂen Tage hierzulande bereits verdreifacht. Diese Zunahme an Hitzetagen wirkt sich nicht nur auf die unmittelbare Sicherheit der BeschĂ€ftigten aus, sondern fĂŒhrt auch zu erheblichen produktiven EinbuĂen fĂŒr die Gesamtwirtschaft.
Unter Berufung auf Daten des Lancet Countdown wurde berichtet, dass durch die Auswirkungen von Hitze allein im Jahr 2023 rund 37 Millionen Arbeitsstunden verloren gingen. Diese Zahl verdeutlicht das AusmaĂ, in dem klimatische Belastungen den regulĂ€ren Arbeitsbetrieb stören und Unternehmen vor organisatorische Herausforderungen stellen.
PrÀvention und Anpassung am Arbeitsplatz
Angesichts der steigenden IntensitĂ€t von Hitzeperioden gewinnt die betriebliche PrĂ€vention zunehmend an Bedeutung. Die DGUV sieht in den aktuellen Auswertungen eine BestĂ€tigung dafĂŒr, dass ArbeitsschutzmaĂnahmen konsequent an die verĂ€nderten klimatischen RealitĂ€ten angepasst werden mĂŒssen.
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Die verĂ€nderten Risikoprofile bei Temperaturen ĂŒber 30 Grad Celsius erfordern demnach eine verstĂ€rkte Sensibilisierung der Arbeitgeber und BeschĂ€ftigten, um sowohl ArbeitsunfĂ€lle als auch die hohen Belastungen auf Verkehrswegen zu reduzieren.
Da sich die HĂ€ufigkeit extremer Hitzetage laut den Beobachtungen seit Mitte des letzten Jahrhunderts massiv erhöht hat, mĂŒsse die Anpassung der Arbeitsumgebungen und Arbeitszeiten als Teil einer langfristigen Strategie zur Sicherung der Arbeitssicherheit betrachtet werden.
