Was Firmen am Homeoffice schÀtzen - und was nicht
13.08.2025 - 04:00:42SpĂ€testens seit der Corona-Pandemie gehören Homeoffice-Angebote und ein Mix aus PrĂ€senz im BĂŒro und mobiler Arbeit in vielen Unternehmen zum Alltag. Dabei gibt es aus Sicht der Unternehmen klare Vorteile, aber auch Nachteile, wie aus einer Umfrage des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
FĂŒr die nach Angaben des ZEW reprĂ€sentative Umfrage wurden im Juni dieses Jahres rund 1.200 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Informationswirtschaft befragt.Â
Vorteile
Vor allem die Arbeitszufriedenheit der BeschĂ€ftigten wird demnach positiv gesehen. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen hierfĂŒr einen Vorteil durch hybride Arbeitsmodelle. Auch fĂŒr die Akquise von FachkrĂ€ften sehen mehr als die HĂ€lfte der Unternehmen Vorteile - und nur jedes zehnte Unternehmen sieht Nachteile.
Mit Blick auf die Mitarbeiterbindung gehen die Meinungen auseinander: Zwar sieht knapp die HĂ€lfte (47 Prozent) Vorteile, allerdings rechnet auch rund jedes dritte Unternehmen mit Nachteilen.Â
Nachteile
Am kritischsten bewerten die Unternehmen die Auswirkungen fĂŒr die interne Kommunikation und Teamarbeit. Zwei Drittel der Unternehmen sehen hier Nachteile und nur sieben Prozent Vorteile. Neutral bewerten 27 Prozent der Unternehmen diesen Punkt. Tendenziell negativer schĂ€tzen die Unternehmen zudem die Folgen fĂŒr die ProduktivitĂ€t der BeschĂ€ftigten und die InnovationsfĂ€higkeit ein.
Insgesamt scheinen die Vorteile aber zu ĂŒberwiegen. Denn nur rund zehn Prozent der Unternehmen planen der Umfrage zufolge, ihre Homeoffice-Angebote in den nĂ€chsten zwei Jahren zu reduzieren oder zu beenden. Vielmehr rechnen Unternehmen mit bestehenden Homeoffice-Angeboten mit einem Anstieg der BeschĂ€ftigten im Homeoffice. Bei den Unternehmen in der Informationswirtschaft gehen 29 Prozent von einem Anstieg aus. Im verarbeitenden Gewerbe sind es 34 Prozent.
Homeoffice weit verbreitet
In der Informationswirtschaft arbeiteten laut der Umfrage im Juni in 80 Prozent der Unternehmen zumindest ein Teil der BeschÀftigten mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice. Im verarbeitenden Gewerbe war das bei etwa jedem zweiten Unternehmen der Fall.
«Bei gröĂeren Unternehmen mit mindestens 100 BeschĂ€ftigten ist die Nutzungsrate deutlich höher», sagte ZEW-Studienleiter Daniel Erdsiek. Im verarbeitenden Gewerbe nutzten ihm zufolge 88 Prozent solcher Unternehmen Homeoffice-Angebote und in der Informationswirtschaft seien es mit 98 Prozent fast alle Unternehmen dieser GröĂe.


