Hubertz für Verbleib von Klingbeil als SPD-Chef
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 06:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Ich spreche mich aber klar dafür aus, dass Lars Klingbeil Parteivorsitzender bleibt", sagte die SPD-Politikerin dem Portal "t-online". "Er hat nach dem überraschenden Rückzug von Bärbel Bas geräuschlos einen geeigneten Nachfolger präsentiert. Gerade mit Blick auf die anstehenden Reformen halte ich ihn für den richtigen Parteivorsitzenden und Vizekanzler." Bis zu ihrem Rücktritt als Parteichefin und Bundesarbeitsministerin führte Bas gemeinsam mit Klingbeil die SPD.
Dazu, wer den Co-Vorsitz künftig übernehmen könnte, äußerte die SPD-Politikerin sich nicht. "Ich finde, jede potenzielle Kandidatin sollte sich jetzt die Zeit nehmen und sich überlegen: Kann ich das? Möchte ich das? Wie kann mein Beitrag aussehen?", sagte Hubertz.
Über Manuela Schwesig, die als mögliche Kandidatin für den Posten gehandelt wird, sagte sie: "Sie ist eine der talentiertesten Politikerinnen, die wir in der SPD haben. Sie hat gerade einen Bombenwahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern geführt und eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt." Hubertz betonte aber: "Ob sie möchte, dazu müssen sie Manuela Schwesig fragen."
Fast die Hälfte hält Schwesig laut Umfrage für geeignet
Einer aktuellen Umfrage zufolge hält fast die Hälfte der Wählerinnen und Wähler Schwesig für geeignet, den SPD-Vorsitz zu übernehmen. 46 Prozent bejahten eine entsprechende Frage, 42 verneinten sie, wie die repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Funke Mediengruppe ergab. 12 Prozent zeigten sich unentschieden. Unter den SPD-Anhängern sprachen sich 86 Prozent für die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern aus.
Klingbeil hält demnach nur rund ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten für geeignet. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) sehen ihn als ungeeignet an. 14 Prozent waren unentschieden. Unter den SPD-Anhängern sprachen sich 48 Prozent für Klingbeil aus.
Verteidigungsminister Boris Pistorius, der eine Kandidatur bereits ausgeschlossen hat, sehen 45 Prozent der Befragten als gute Wahl, unter den SPD-Anhängern 76 Prozent. 44 Prozent sind gegenteiliger Meinung. 11 Prozent waren unentschieden. Insgesamt wurden 5.000 Bürger befragt.
