Ifo hĂ€lt Wachstumsziel von zwei Prozent mit Reformen fĂŒr erreichbar
13.06.2025 - 09:24:54"Es gibt zu viele Stolpersteine. Deutschland braucht eine Reformbereitschaft in mehreren Bereichen." Fuest bezog sich auf den SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Dieser schĂ€tzt, dass bei einer Konzentration der zusĂ€tzlichen Staatsausgaben auf Investitionen das Wachstum im Zeitraum 2026-2030 sogar bei durchschnittlich bis zu 2,3 Prozent liegen könnte. Essenziell ist seiner Meinung nach allerdings, die öffentlichen Investitionen mit zusĂ€tzlichen Reformen zu verbinden. Ein Risiko bestehe zum Beispiel darin, dass die erhöhten öffentlichen Ausgaben private Investitionen verdrĂ€ngen und Preise in die Höhe treiben. Um das zu verhindern, mĂŒssten die privaten Unternehmen, die fĂŒr öffentliche AuftrĂ€ge infrage kommen, KapazitĂ€ten aufbauen und untereinander in Wettbewerb um diese AuftrĂ€ge stehen, sonst stiegen die Preise. KapazitĂ€ten aufzubauen, gelingt laut Fuest nur mit mehr Arbeitsleistung. "Es braucht Wettbewerb, Mehrarbeit muss sich lohnen", so der Ifo-PrĂ€sident. "Eine verbesserte Kinderbetreuung und Reformen im BĂŒrgergeld können dabei helfen, das Arbeitsangebot auszuweiten." AuĂerdem könne der Abbau von BĂŒrokratie weitere Arbeitskraft freisetzen und, wie aus einer aktuellen Ifo-Studie hervorgehe, die Wirtschaftsleistung innerhalb von acht Jahren um insgesamt 4,6 Prozent erhöhen.


