Militär, Industrie

IG-Metall-Bezirkschef will exzessive Rüstungsgewinne besteuern

20.09.2025 - 00:01:00 | dts-nachrichtenagentur.de

IG-Metall-Bezirkschef Daniel Friedrich fordert eine Extrasteuer auf übermäßige Profite von Rüstungsfirmen.

Panzer-Transport auf der Autobahn (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Panzer-Transport auf der Autobahn (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
"Rüstungskonzerne machen Rekordgewinne - nicht wegen Innovation, sondern wegen Krieg und staatlicher Aufträge", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Das darf keine Lizenz zum Gelddrucken sein."

Auch Politiker von SPD, Grünen und Linken machen sich für eine solche "Übergewinnsteuer" stark. Friedrich verweist darauf, dass Rheinmetall, Hensoldt, Leonardo, Renk und andere große Konzerne seit dem Ukraine-Krieg zweistellige Gewinnzuwächse meldeten. Konkret fordert er, Gewinne mit zusätzlich 50 Prozent zu besteuern, sobald sie mehr als 20 Prozent über dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre liegen. "Wer an der Aufrüstung verdient, muss einen fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten", so Friedrich. "Während Einsparungen beim Sozialstaat debattiert werden, feiern Rüstungskonzerne Börsenfeste. Wenn der Staat Milliarden in Verteidigung investiert, darf er nicht zusehen, wie einige wenige Konzerne sich bereichern, ohne etwas zurückzugeben."

de | wirtschaft | 68205104 |

Weitere Meldungen

KNDS wehrt sich gegen Vetorechte bei Börsengang Kurz vor dem geplanten Börsengang eskaliert der Streit um den deutsch-französischen Panzerbauer KNDS. (Politik, 15.06.2026 - 16:25) weiterlesen...

Koalitionsabgeordnete fordern mehr Macht des Staats bei KNDS Koalitionsabgeordnete fordern mehr Macht des Staats beim Panzerbauer KNDS, an dem sich der Bund mit 40 Prozent beteiligen will. (Politik, 13.06.2026 - 08:05) weiterlesen...

Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich Der Vorstandschef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger, schließt nicht aus, dass Frankreich nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS auch beim Zukunftspanzer-Projekt MGCS aussteigt."Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Papperger der "Welt am Sonntag". (Sonstige, 13.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Flugsicherung plant bundesweites Drohnenabwehr-Netz Die Deutsche Flugsicherung (DFS) plant gemeinsam mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt und der Deutschen Telekom ein bundesweites Drohnendetektions- und Abwehrnetz. (Politik, 12.06.2026 - 06:00) weiterlesen...

Merz verteidigt FCAS-Aus Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, das deutsch-französische Vorhaben, gemeinsam mit Spanien einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, zu beenden."Präsident Macron und ich haben es uns in dieser Frage eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges wirklich nicht leicht gemacht", sagte Merz am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. (Politik, 10.06.2026 - 15:01) weiterlesen...

Drei Konsortien bewerben sich für Satellitenprojekt Spock 2 Fast zeitgleich bilden oder erweitern die Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen Airbus, Rheinmetall und OHB insgesamt drei verschiedene Konsortien oder Kooperationen, um sich für das Satellitenaufklärungs-Projekt "Spock 2" der Bundeswehr zu bewerben. (Politik, 10.06.2026 - 12:40) weiterlesen...