Deutschland, GfK-Konsumklima

Deutschland: GfK-Konsumklima sinkt - Verbraucher bleiben vorsichtig

29.01.2025 - 13:17:20

(Im 1. Satz wurde ein fehlender Buchstabe ergÀnzt ("Institute").

Zudem wurde der 1. Satz des 5. Absatzes umformuliert.)

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der private Konsum in Deutschland hat der neuesten Konsumklimastudie der NĂŒrnberger Institute GfK und NIM zufolge einen Fehlstart ins neue Jahr hingelegt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen als auch die Anschaffungsneigung mussten im Januar Einbußen hinnehmen, wie die Institute in NĂŒrnberg mitteilten. Die Sparneigung werde gleichzeitig etwas grĂ¶ĂŸer.

FĂŒr Februar 2025 prognostizieren die Konsumforscher somit einen RĂŒckgang des Konsumklimas um einen ZĂ€hler auf minus 22,4 Punkte. Vor der Corona-Pandemie hatte das seit den 1980er Jahren monatlich erhobene Konsumklima vergleichsweise stabil bei Werten um plus 10 Punkte gelegen.

Leise Hoffnungen vergebens

"Das Konsumklima erleidet wieder einen RĂŒckschlag und startet damit trĂŒb ins neue Jahr", sagte NIM-Konsumexperte Rolf BĂŒrkl. Die leisen Hoffnungen auf eine vorsichtige Erholung seien damit zunichtegemacht worden.

Seit Mitte letzten Jahres sei bestenfalls eine stagnierende Entwicklung zu erkennen. In der ersten JahreshÀlfte 2024 hÀtten die Zeichen dagegen noch auf Erholung gestanden. "Eine nachhaltige Erholung des Konsumklimas ist derzeit nicht in Sicht, zumal auch die Inflationsrate zuletzt wieder etwas angezogen hat", betonte er.

Angst um Jobs

Zusammen mit zunehmenden Sorgen um den Erhalt des Arbeitsplatzes fĂŒhre die Inflation dazu, dass Haushalte ihre Einkommensaussichten schlechter bewerteten als etwa in der ersten HĂ€lfte des vorigen Jahres. Damit einhergehend sinke auch die Anschaffungsneigung. Hier sei im Sog der schwachen Einkommensaussichten der niedrigste Wert seit August vergangenen Jahres erreicht.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK Konsumklima powered by NIM" im Auftrag der EU-Kommission. Sie basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews.

@ dpa.de