LohnlĂŒcke, MĂ€nnern

LohnlĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen unverĂ€ndert

05.03.2024 - 10:18:36

(Im ersten Absatz wurde die Angabe Quelle prĂ€zisiert.)KÖLN - Die Mehrheit der FĂŒhrungskrĂ€fte in Deutschland ist mĂ€nnlich, bei Teilzeit-FĂŒhrungspositionen haben Frauen hingegen deutlich die Nase vorn.

(Im ersten Absatz wurde die Angabe Quelle prÀzisiert.)

KÖLN (dpa-AFX) - Die Mehrheit der FĂŒhrungskrĂ€fte in Deutschland ist mĂ€nnlich, bei Teilzeit-FĂŒhrungspositionen haben Frauen hingegen deutlich die Nase vorn. Knapp drei Viertel der entsprechenden Stellen werden von weiblichen BeschĂ€ftigten besetzt. Das geht aus einer Untersuchung des "Kompetenzzentrums FachkrĂ€ftesicherung" des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. 27,7 Prozent der weiblichen FĂŒhrungskrĂ€fte arbeiten demnach in Teilzeit und nur 4,9 Prozent der mĂ€nnlichen.

Ein Großteil der LohnlĂŒcke ist den Angaben zufolge darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass Frauen hĂ€ufiger als MĂ€nner in Teilzeit arbeiten sowie in Branchen oder Berufen, in denen schlechter bezahlt wird. FĂŒr das verbliebene Drittel des Unterschieds von rund sechs Prozent (bereinigter Gender-Pay-Gap) gibt es demnach keine eindeutige ErklĂ€rung. Auch bei vergleichbarer TĂ€tigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienen also Frauen sechs Prozent weniger als MĂ€nner.

Den RĂŒckgang der VerdienstlĂŒcke von 22 Prozent im Jahr 2014 auf 18 Prozent im vergangenen Jahr fĂŒhrten die Statistiker vor allem darauf zurĂŒck, dass die Bruttostundenverdienste der Frauen stĂ€rker stiegen als die der MĂ€nner. Der Gender Gap Arbeitsmarkt, der neben der VerdienstlĂŒcke zusĂ€tzlich die Unterschiede in der bezahlten monatlichen Arbeitszeit und in der Erwerbsbeteiligung von Frauen und MĂ€nnern berĂŒcksichtigt, verringerte sich in diesem Zeitraum von 45 Prozent auf 39 Prozent. Die von MĂ€nnern geleisteten Zahl der Arbeitsstunden sank und die Erwerbsbeteiligung von Frauen stieg.

@ dpa.de