Stromproduktion, Energiequellen

Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen steigt

04.09.2024 - 08:27:06

Im ersten Halbjahr 2024 sind in Deutschland 220 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist worden.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen am Mittwoch mitteilte, waren das 5,3 Prozent weniger Strom als im ersten Halbjahr 2023 (232,3 Milliarden Kilowattstunden). Trotz dieses allgemeinen RĂŒckgangs stieg die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 um 9,1 Prozent auf 135,2 Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht 61,5 Prozent (erstes Halbjahr 2023: 53,3 Prozent) der gesamten inlĂ€ndischen Stromproduktion und war der höchste Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien fĂŒr ein erstes Halbjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018.

DemgegenĂŒber ging die Stromerzeugung aus konventionellen EnergietrĂ€gern im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 um 21,8 Prozent zurĂŒck auf einen Anteil von 38,5 Prozent der inlĂ€ndischen Stromproduktion (erstes Halbjahr 2023: 46,7 Prozent). Die Stromerzeugung aus Windkraft stieg im ersten Halbjahr 2024 gegenĂŒber dem ersten Halbjahr 2023 um 11,9 Prozent von 65,5 auf 73,4 Milliarden Kilowattstunden. Dieser Zuwachs war das Ergebnis eines außergewöhnlich windreichen ersten Halbjahrs 2024. Mit einem Anteil von einem Drittel (33,3 Prozent) war die Windkraft im ersten Halbjahr 2024 der mit Abstand wichtigste EnergietrĂ€ger in der inlĂ€ndischen Stromproduktion. Auch die Stromerzeugung aus Photovoltaik legte zu: Mit einem Anstieg von 8,3 Prozent gegenĂŒber dem ersten Halbjahr 2023 stieg die Einspeisung von 28,2 auf 30,5 Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht 13,9 Prozent der Gesamtstrommenge. Der Anstieg der Stromproduktion aus Photovoltaik sei durch den Zubau neuer Anlagen zu erklĂ€ren, so die Statistiker. Die in Kohlekraftwerken erzeugte Strommenge ging im ersten Halbjahr 2024 gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum um 26,4 Prozent zurĂŒck. Mit einem Anteil von 20,9 Prozent an der Gesamtstromerzeugung (erstes Halbjahr 2023: 26,9 Prozent) blieb Kohle aber der zweitwichtigste EnergietrĂ€ger fĂŒr die inlĂ€ndische Stromproduktion. WĂ€hrend im ersten Halbjahr 2023 noch 62,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Kohle erzeugt worden waren, betrug die Kohlestrom-Produktion im ersten Halbjahr 2024 nur 45,9 Milliarden Kilowattstunden. Das war die geringste Menge an Kohlestrom, die in einem Halbjahr seit Beginn der Erhebung 2018 produziert wurde. Die Stromproduktion aus Erdgas ging im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht von 32,7 auf 32,1 Milliarden Kilowattstunden zurĂŒck (-1,8 Prozent) und blieb mit einem Anteil von 14,6 Prozent der gesamten Stromerzeugung der drittwichtigste EnergietrĂ€ger in der Stromerzeugung. Aufgrund der Abschaltung der letzten drei deutschen Kernkraftwerke zum 15. April 2023 gab es im ersten Halbjahr 2024 keine Stromeinspeisung aus inlĂ€ndisch erzeugter Kernenergie mehr. Die nach Deutschland importierte Strommenge stieg im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 von 30,6 auf 37,5 Milliarden Kilowattstunden (+22,5 Prozent). Die aus Deutschland exportierte Strommenge sank dagegen von 32,6 auf 27,7 Milliarden Kilowattstunden (-15,2 Prozent). Damit wurden 35,6 Prozent mehr Strom aus dem Ausland importiert als dorthin exportiert. WĂ€hrend im ersten Halbjahr 2023 noch ein leichter ExportĂŒberschuss von 2,0 Milliarden Kilowattstunden verzeichnet wurde, ergab sich im ersten Halbjahr 2024 ein ImportĂŒberschuss von 9,8 Milliarden Kilowattstunden, so das Bundesamt weiter. Dies fĂŒhrte dazu, dass die tatsĂ€chlich in Deutschland verfĂŒgbare und nachgefragte Strommenge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverĂ€ndert blieb (-0,2 Prozent von 230,3 auf 229,9 Milliarden Kilowattstunden).

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