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WDH / Los Angeles: Hunderte demonstrieren gegen Migrationspolitik

10.06.2025 - 05:40:35

(Im ersten Satz wird klargestellt, dass die Demonstrationen am Montagnachmittag und nicht Sonntagnachmittag stattgefunden haben.)LOS ANGELES/WASHINGTON - In Los Angeles haben am Montagnachmittag (Ortszeit) Hunderte Menschen vor einem BundesgebÀude in der Innenstadt gegen die Migrationspolitik der US-Regierung demonstriert.

(Im ersten Satz wird klargestellt, dass die Demonstrationen am Montagnachmittag und nicht Sonntagnachmittag stattgefunden haben.)

LOS ANGELES/WASHINGTON (dpa-AFX) - In Los Angeles haben am Montagnachmittag (Ortszeit) Hunderte Menschen vor einem BundesgebÀude in der Innenstadt gegen die Migrationspolitik der US-Regierung demonstriert. Die Proteste waren zunÀchst friedlich, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Die Demonstranten riefen Parolen und trugen Schilder, die sich gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE im Raum Los Angeles richteten.

"Ich stehe an der Seite aller Migranten", war darauf etwa zu lesen oder: "ICE raus aus L.A." und "Faschismus muss verschwinden". Der Osteingang des von verschiedenen Bundesbehörden genutzten GebÀudes war zunÀchst von einer niedrigen zweistelligen Zahl an Soldaten der Nationalgarde gesichert. Auch Polizisten aus Los Angeles waren vor Ort.

In unmittelbarer NÀhe waren die Zufahrten der Highway 101, einer wichtigen Verkehrsader in Kalifornien, von Polizisten versperrt. Gegen 16.00 Ortszeit zielte und feuerte ein Mann aus einem Fahrzeug heraus mit einem Paintball-Markierer auf SicherheitskrÀfte. Diese blieben ruhig. Kurz darauf drehte das Fahrzeug um und fuhr davon.

Ebenfalls am Nachmittag gab es nach Angaben der "Los Angeles Times" am Grand Park in der Innenstadt eine Versammlung in SolidaritĂ€t mit einem festgenommenen GewerkschaftsfĂŒhrer. Dazu kamen demnach Tausende Gewerkschaftsmitglieder sowie Demonstranten zusammen, die ein Zeichen fĂŒr die Rechte von Migranten setzen wollten. Der kalifornische GewerkschaftsfĂŒhrer David Huerta war dem Bericht zufolge vergangene Woche von der Einwanderungsbehörde verhaftet und verletzt worden.

Als Reaktion auf frĂŒhere Proteste hatte US-PrĂ€sident Donald Trump am Wochenende bereits mindestens 2.000 Soldaten der Nationalgarde mobilisiert. Am Montag wurde nun bekannt, dass das Pentagon auch rund 700 Marineinfanteristen der regulĂ€ren StreitkrĂ€fte nach Los Angeles schickt. Laut Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sendet Trump zudem weitere 2.000 Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde dorthin.

@ dpa.de