Handelsstreit, China

Handelsstreit: China und USA erzielen vorlÀufiges Ergebnis

11.06.2025 - 03:43:14

Im Handelsstreit sprechen China und die USA zwei Tage lang auf neutralem Boden. Nach dem Treffen steht ein vorlĂ€ufiger Plan fest. Doch eine wichtige HĂŒrde muss dieser noch ĂŒberwinden.

  • US-Finanzminister Bessent und sein chinesischer Amtskollege He sprachen diesmal ĂŒber HandelsbeschrĂ€nkungen.  - Foto: Li Ying/XinHua/dpa

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  • Die GesprĂ€che fanden in London und damit auf neutralem Boden statt.  - Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa

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US-Finanzminister Bessent und sein chinesischer Amtskollege He sprachen diesmal ĂŒber HandelsbeschrĂ€nkungen.  - Foto: Li Ying/XinHua/dpaDie GesprĂ€che fanden in London und damit auf neutralem Boden statt.  - Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa

China und die USA sind bei ihren HandelsgesprĂ€chen zu einem Zwischenergebnis gelangt. Beide Seiten hĂ€tten sich auf einen Rahmen geeinigt, den Konsens umzusetzen, den die PrĂ€sidenten beider LĂ€nder in ihrem Telefonat am 5. Juni erzielt und den die VerhandlungsfĂŒhrer bei GesprĂ€chen in Genf Mitte Mai erreicht hĂ€tten, sagte Chinas UnterhĂ€ndler fĂŒr Handelsfragen, Li Chenggang, laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Auch US-Handelsminister Howard Lutnick sprach vor Reportern in London von einem erzielten Rahmenwerk, um die Übereinkunft von Genf umzusetzen, wie es in ĂŒbereinstimmenden Medienberichten hieß. Die in der britischen Hauptstadt ausgehandelte Ergebnisse wollen beide Delegationen demnach nun ihren jeweiligen PrĂ€sidenten vorlegen, die darĂŒber entscheiden mĂŒssen.

Entscheidung liegt bei StaatsoberhÀuptern

Sobald US-PrÀsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zustimmen, soll die Vereinbarung den Berichten zufolge umgesetzt werden. NÀhere Details zu den Inhalten waren zunÀchst nicht bekannt. 

Li beschrieb die zwei Tage dauernden GesprĂ€che laut Xinhua als «professionell», «ehrlich» und «vernĂŒnftig». Die Hoffnung sei, dass die bei dem Londoner Treffen erzielten Fortschritte das Vertrauen zwischen China und den Vereinigten Staaten stĂ€rke, sagte er demzufolge.

Weitere Eskalation abgewendet?

Damit deutet sich ein Weg fĂŒr weitere Deeskalation in den angespannten Handelsbeziehungen der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt an. Derzeit lĂ€uft die seit Mitte Mai geltende 90-tĂ€gige Pause im heiß gelaufenen Zollstreit. In Genf hatten sich die USA und China geeinigt, ihre AufschlĂ€ge auf Importe aus dem jeweils anderen Land von 145 Prozent beziehungsweise 125 Prozent deutlich um 115 Prozentpunkte zu senken und wĂ€hrend der Pause zu verhandeln. 

Beim Treffen in London standen dagegen ExportbeschrĂ€nkungen im Mittelpunkt. China schrĂ€nkte im April die Ausfuhr wichtiger seltener Erden ein und verlangt fĂŒr Exportlizenzen einen aufwendigen Antragsprozess. Die USA hingegen beschrĂ€nkten den Verkauf von wichtiger Chip-Design-Software und Flugzeugbauteilen nach China. Wann und wo die beiden LĂ€nder als NĂ€chstes verhandeln wollen, war zunĂ€chst nicht bekannt.

@ dpa.de