Wintergetreide, Herbst

Weniger Wintergetreide im Herbst ausgesÀt

22.12.2023 - 08:54:48

Im Herbst 2023 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland auf 4,9 Millionen Hektar Ackerland Wintergetreide fĂŒr die kommende Erntesaison 2024 ausgesĂ€t.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, ist die AussaatflĂ€che fĂŒr Wintergetreide damit um 196.500 Hektar (-3,9 Prozent) kleiner als die AnbauflĂ€che des Jahres 2023. Zum Wintergetreide zĂ€hlen Winterweizen, Wintergerste, Roggen und Wintermenggetreide sowie die Weizen-Roggen-Kreuzung Triticale.

Die AussaatflĂ€che von Winterweizen, der flĂ€chenmĂ€ĂŸig bedeutendsten Getreideart in Deutschland, hat sich gegenĂŒber der diesjĂ€hrigen AnbauflĂ€che um 203.800 Hektar oder 7,3 Prozent auf 2,6 Millionen Hektar verringert. Eine Abnahme der FlĂ€chen mit Winterweizen ist in allen BundeslĂ€ndern außer dem Saarland (+500 Hektar beziehungsweise +6,5 Prozent) zu beobachten. Die grĂ¶ĂŸten FlĂ€chenrĂŒckgĂ€nge in absoluten Werten sind in Niedersachsen (-58.400 Hektar beziehungsweise -16,6 Prozent), Schleswig-Holstein (-31.300 Hektar beziehungsweise -20,9 Prozent) und Bayern (-23.500 Hektar beziehungsweise -4,8 Prozent) zu erkennen. Der RĂŒckgang der Winterweizen-FlĂ€che lĂ€sst sich unter anderem auf die zum vorgesehenen Aussaat-Zeitpunkt regional teils sehr feuchten Böden und die damit verbundene schlechte Befahrbarkeit der Felder zurĂŒckfĂŒhren. Des Weiteren dĂŒrften auch die aktuelle Marktlage beim Weizen und neue Regelungen hinsichtlich Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EuropĂ€ischen Union bei den Anbauentscheidungen eine Rolle gespielt haben. Bei der AussaatflĂ€che fĂŒr Roggen und Wintermenggetreide wird von einer Abnahme um 4,4 Prozent (-27.400 Hektar) auf 600.700 Hektar ausgegangen. Die Aussaat von Triticale erfolgte auf 333.500 Hektar und bleibt damit auf dem Vorjahresniveau. Beim Anbau von Wintergerste ist eine geringe VergrĂ¶ĂŸerung der AussaatflĂ€che um 2,5 Prozent (+31.500 Hektar) auf 1,3 Millionen Hektar festzustellen. Mit Winterraps haben die landwirtschaftlichen Betriebe 1,1 Millionen Hektar bestellt. Damit verringert sich die FlĂ€che um 4,7 Prozent beziehungsweise um 54.800 Hektar, so das Bundesamt.

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