Steigende, UmsÀtze

Steigende UmsÀtze und Jobs durch Umweltschutz

01.07.2025 - 08:34:34 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Jahr 2023 haben die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland 119,7 Milliarden Euro Umsatz mit GĂŒtern und Leistungen fĂŒr den Umweltschutz erwirtschaftet.

Windrad-Bau (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Windrad-Bau (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz gegenĂŒber dem Vorjahr um 11,4 Prozent. Damit setzte sich der Trend deutlich steigender UmsĂ€tze in diesem Bereich fort. Die Zahl der "Green Jobs", also der BeschĂ€ftigten, die GĂŒter und Leistungen fĂŒr den Umweltschutz herstellten und erbrachten, wuchs im Jahr 2023 um 7,7 Prozent oder 29.100 auf 405.300 BeschĂ€ftigte (gemessen in VollzeitĂ€quivalenten).

Die Investitionen der Industrie (Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe) fĂŒr den Umweltschutz im Jahr 2023 betrugen 17,8 Milliarden Euro. Der höchste Umsatz wurde mit 71,0 Milliarden Euro im Jahr 2023 wie in den Jahren zuvor im Umweltbereich Klimaschutz erwirtschaftet, das war ein Zuwachs von 15,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Zu den bedeutendsten SĂ€ulen des Klimaschutzes zĂ€hlten Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (34,2 Milliarden Euro) sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie (33,9 Milliarden Euro). Bei den erneuerbaren Energien waren die GĂŒter und Leistungen im Bereich der Onshore-Windkraft mit 12,5 Milliarden Euro am umsatzstĂ€rksten, wĂ€hrend bei der Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung die WĂ€rmedĂ€mmung von GebĂ€uden mit 11,5 Milliarden Euro der umsatzstĂ€rkste Bereich war. Neben dem Klimaschutz waren die Luftreinhaltung sowie die Abwasserwirtschaft die umsatzstĂ€rksten Umweltbereiche. Die Luftreinhaltung erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 23,2 Milliarden Euro, gefolgt von der Abwasserwirtschaft mit 11,2 Milliarden Euro. Den höchsten Umsatz im Bereich der Luftreinhaltung erzielten die GĂŒter und Leistungen in der ElektromobilitĂ€t mit 11,4 Milliarden Euro und in der Abwasserwirtschaft die Herstellung und Installation von Kanalisationssystemen mit 6,4 Milliarden Euro. Mit 89,6 Milliarden Euro wurden knapp drei Viertel (74,8 Prozent) der umweltbezogenen UmsĂ€tze von Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes erwirtschaftet. Die wichtigste Wirtschaftsabteilung war hier der Maschinenbau mit einem Umsatz von 26,1 Milliarden Euro, gefolgt von der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 14,0 Milliarden Euro. Weiter wurden im Baugewerbe 14,6 Milliarden Euro und im Dienstleistungssektor 10,5 Milliarden Euro umweltbezogene UmsĂ€tze erwirtschaftet. Nicht nur bei den umweltbezogenen UmsĂ€tzen, sondern auch bei den "Green Jobs" entfiel der Großteil auf das Verarbeitende Gewerbe: Knapp zwei Drittel (65,2 Prozent beziehungsweise 264.300) der BeschĂ€ftigten im Bereich Umweltschutz arbeiteten im Jahr 2023 im Verarbeitenden Gewerbe, beispielsweise in der Herstellung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Gut ein FĂŒnftel (20,2 Prozent beziehungsweise 81.900) der BeschĂ€ftigten war im Baugewerbe tĂ€tig, zum Beispiel im Bereich der WĂ€rmedĂ€mmung von GebĂ€uden. Auf den Dienstleistungssektor, zu dem etwa die Planung und Projektentwicklung zur Nutzung erneuerbarer Energien in Architektur- und IngenieurbĂŒros zĂ€hlt, entfielen 12,6 Prozent (51.000) aller "Green Jobs". Die Industrie tĂ€tigte im Jahr 2023 fĂŒr den Umweltschutz 17,2 Milliarden Euro an Sachinvestitionen (zum Beispiel technische Anlagen und Maschinen), so die Statistiker weiter. Davon entfielen 7,5 Milliarden Euro (43,6 Prozent) auf den Klimaschutz, und dort ĂŒberwiegend auf Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (4,6 Milliarden Euro) sowie Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung (2,0 Milliarden Euro). Neben dem Klimaschutz war die Abwasser- und Abfallwirtschaft der Umweltbereich mit den höchsten Sachinvestitionen. Dort investierte die Industrie insgesamt 7,4 Milliarden Euro (43,3 Prozent) in den Umweltschutz, darunter 4,6 Milliarden Euro in Anlagen und Einrichtungen zur Verminderung der Abwassermenge und -fracht. Weitere 1,6 Milliarden Euro (9,1 Prozent) Sachinvestitionen fĂŒr den Umweltschutz entfielen auf den Umweltbereich Luftreinhaltung, davon 574 Millionen Euro auf die ElektromobilitĂ€t, etwa auf den Kauf von Elektro- oder Hybridfahrzeugen sowie die entsprechende Ladeinfrastruktur. Neben den Sachinvestitionen wandten die Industrieunternehmen 516 Millionen Euro fĂŒr erstmalig gemietete und gepachtete neue Sachanlagen fĂŒr den Umweltschutz auf. Davon investierten die Unternehmen 59,1 Prozent in die ElektromobilitĂ€t und 19,5 Prozent in den Klimaschutz. Weitere 78 Millionen Euro der Investitionen fĂŒr den Umweltschutz wurden fĂŒr immaterielle VermögensgegenstĂ€nde getĂ€tigt. Dazu zĂ€hlt unter anderem sogenannte Umweltsoftware, die als digitales Steuerungsinstrument fĂŒr das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmen eingesetzt wird). Bei der Verteilung der Umweltschutzinvestitionen auf einzelne Branchen lag der Großteil im Jahr 2023 bei Unternehmen der Ver- und Entsorgungswirtschaft, die mit einem Gesamtvolumen von 11,8 Milliarden Euro mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) der Umweltschutzinvestitionen in Sachanlagen tĂ€tigten.

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