Exporte, AbfÀllen

Exporte von AbfÀllen und Schrott gesunken

18.03.2024 - 08:22:54

Im Jahr 2023 sind 16,3 Millionen Tonnen AbfÀlle und Schrott im Wert von 11,4 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert worden.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, wurden im gleichen Zeitraum 13,4 Millionen Tonnen AbfĂ€lle und Schrott fĂŒr 14,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Damit sanken die Exporte von AbfĂ€llen und Schrott im Jahr 2023 mengenmĂ€ĂŸig um 2,8 Prozent und wertmĂ€ĂŸig um 18,0 Prozent gegenĂŒber dem Jahr 2022. Die Importe von AbfĂ€llen und Schrott gingen gegenĂŒber dem Vorjahr ebenfalls zurĂŒck, mengenmĂ€ĂŸig um 15,3 Prozent und wertmĂ€ĂŸig um 22,2 Prozent.

HauptsĂ€chlich wurden AbfĂ€lle und Schrott aus unedlen Metallen wie Eisen und Stahl exportiert und importiert, mit einem mengenmĂ€ĂŸigen Anteil von 55,7 Prozent an allen Abfallexporten sowie 34,0 Prozent an den Importen. Die meisten Exporte und Importe von AbfĂ€llen und Schrott im Jahr 2023 wurden mit europĂ€ischen Staaten gehandelt. MengenmĂ€ĂŸig gingen 91,6 Prozent (14,9 Millionen Tonnen) in andere europĂ€ische Staaten. Importiert wurden mengenmĂ€ĂŸig 97,8 Prozent (13,1 Millionen Tonnen) der AbfĂ€lle und des Schrotts aus Europa. WertmĂ€ĂŸig fiel der europĂ€ische Anteil des gehandelten Abfalls und Schrotts im Jahr 2023 geringer aus: So gingen wertmĂ€ĂŸig 84,1 Prozent (9,6 Milliarden Euro) in andere europĂ€ische Staaten, wĂ€hrend importseitig der Anteil Europas an den gesamten Abfall- und Schrotteinfuhren 83,5 Prozent (12,2 Milliarden Euro) betrug. Die meisten Abfall- und Schrottexporte gingen im Jahr 2023 mit 3,0 Millionen Tonnen in die Niederlande im Wert von 1,1 Milliarden Euro, gefolgt von Belgien mit 2,3 Millionen Tonnen im Wert von 1,8 Milliarden Euro und Italien mit 1,8 Millionen Tonnen fĂŒr 1,3 Milliarden Euro. Auch importseitig kamen im Jahr 2023 die meisten AbfĂ€lle aus den Niederlanden. Von dort wurden 2,7 Millionen Tonnen AbfĂ€lle und Schrott im Wert von 1,8 Milliarden Euro eingefĂŒhrt. Auf den PlĂ€tzen 2 und 3 folgten Polen mit 1,8 Millionen Tonnen fĂŒr 0,9 Milliarden Euro und Tschechien mit 1,4 Millionen Tonnen im Wert von 0,7 Milliarden Euro. Zweitwichtigster Markt fĂŒr die deutschen Exporte von AbfĂ€llen und Schrott war im Jahr 2023 Asien, so die Statistiker. Nach Asien gingen mengenmĂ€ĂŸig 7,6 Prozent aller Abfall- und Schrottexporte Deutschlands (1,2 Millionen Tonnen). WertmĂ€ĂŸig war der Anteil mit 11,8 Prozent (1,3 Milliarden Euro) noch höher. Importseitig lag der Anteil Asiens mengenmĂ€ĂŸig nur bei 0,8 Prozent (0,1 Millionen Tonnen) und wertmĂ€ĂŸig bei 5,5 Prozent (0,8 Milliarden Euro). Wichtigste asiatische EmpfĂ€ngerlĂ€nder waren im Jahr 2023 Indien mit 602.700 Tonnen im Wert von 506,8 Millionen Euro, Malaysia mit 133.900 Tonnen fĂŒr 111,1 Millionen Euro und Pakistan mit 122.200 Tonnen im Wert von 79,2 Millionen Euro. Importseitig war der wichtigste Handelspartner fĂŒr AbfĂ€lle und Schrott die Volksrepublik China mit 45.000 Tonnen im Wert von 103,3 Millionen Euro. Dahinter folgten Kasachstan mit 11.400 Tonnen fĂŒr 52,9 Millionen Euro und die Vereinigten Arabischen Emirate mit 10.100 Tonnen fĂŒr 32,2 Millionen Euro. Im Jahr 2023 gingen zudem mengenmĂ€ĂŸig 0,6 Prozent (102.100 Tonnen) und wertmĂ€ĂŸig 3,8 Prozent (430,0 Millionen Euro) der Abfall- und Schrottexporte nach Amerika, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Importiert wurden aus Amerika im gleichen Zeitraum mengenmĂ€ĂŸig 1,2 Prozent (164.600 Tonnen) und wertmĂ€ĂŸig 9,7 Prozent (1,4 Milliarden Euro) des nach Deutschland eingefĂŒhrten Abfalls und Schrotts. Auf dem amerikanischen Kontinent gingen die meisten dieser Exporte mit 64.500 Tonnen im Wert von 402,7 Millionen Euro in die Vereinigten Staaten. Dahinter lagen als wichtigste amerikanische EmpfĂ€ngerlĂ€nder Kanada mit 13.800 Tonnen fĂŒr 14,2 Millionen Euro und Kolumbien mit 13.000 Tonnen fĂŒr 3,2 Millionen Euro. Auch die meisten der entsprechenden Importe kamen mit 131.300 Tonnen im Wert von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2023 aus den Vereinigten Staaten. Auf den PlĂ€tzen 2 und 3 waren Kanada mit 19.500 Tonnen fĂŒr 61,8 Millionen Euro und Mexiko mit 5.500 Tonnen fĂŒr 52,4 Millionen Euro.

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