Deutlich weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2024
23.05.2025 - 08:54:09In diesen Ergebnissen sind sowohl Wohnungen in neuen Wohn- und NichtwohngebĂ€uden als auch neue Wohnungen in bestehenden GebĂ€uden enthalten. Von den im Jahr 2024 fertiggestellten Wohnungen befanden sich 215.900 in neu errichteten WohngebĂ€uden. Das waren 16,1 Prozent oder 41.400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Besonders starke RĂŒckgĂ€nge gab es bei den meist von Privatpersonen errichteten Ein- und ZweifamilienhĂ€usern: Mit 54.500 EinfamilienhĂ€usern wurden 22,1 Prozent oder 15.400 weniger fertiggestellt als im Vorjahr. Die Zahl neuer Wohnungen in ZweifamilienhĂ€usern fiel um 26,2 Prozent oder 6.300 auf 17.600. In MehrfamilienhĂ€usern, der zahlenmĂ€Ăig stĂ€rksten und vor allem von Unternehmen gebauten GebĂ€udeart, wurden 135.300 Neubauwohnungen geschaffen, das waren 13,4 Prozent oder 21.000 weniger als im Jahr 2023. In neu errichteten Wohnheimen stieg die Zahl fertiggestellter Wohnungen dagegen um 17,6 Prozent oder 1.300 auf 8.500. In neuen NichtwohngebĂ€uden entstanden 4.800 Wohnungen und damit 15,0 Prozent oder 800 weniger als im Vorjahr. Nach Bauherrengruppen betrachtet entfielen von den im Jahr 2024 fertiggestellten Neubauwohnungen 112.500 auf Unternehmen (-11,8 Prozent oder -15.100 zum Vorjahr) und 95.400 auf Privatpersonen (-20,4 Prozent oder -24.500). Von TrĂ€gern der öffentlichen Hand wurden 9.500 Neubauwohnungen fertiggestellt (-20,5 Prozent oder -2.500). Die Zahl fertiggestellter Wohnungen in bereits bestehenden WohngebĂ€uden blieb im Jahr 2024 mit 30.300 gegenĂŒber dem Vorjahr konstant. Die durchschnittliche Abwicklungsdauer von Neubauwohnungen in WohngebĂ€uden, also die Zeit von der Genehmigungserteilung bis zur Fertigstellung, hat sich bei den im Jahr 2024 fertiggestellten WohngebĂ€uden auf 26 Monate weiter verlĂ€ngert. Im Jahr 2023 hatte der Bau einer Wohnung noch 24 Monate gedauert, im Jahr 2020 lediglich 20 Monate. Eine Neubauwohnung - von der Einzimmerwohnung bis zum Einfamilienhaus - hatte im Jahr 2024 eine durchschnittliche WohnflĂ€che von 96,2 Quadratmetern. Damit hielt der Trend zu kleineren Wohnungen an. Die bisher gröĂte WohnflĂ€che je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 Quadratmetern gemessen worden, seitdem nahm die durchschnittliche WohnungsgröĂe tendenziell ab. Die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen fiel im Jahr 2024 gegenĂŒber dem Vorjahr um 17,1 Prozent auf 215.300 und war damit deutlich geringer als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Dadurch ging die als BauĂŒberhang bezeichnete Zahl bereits genehmigter, aber noch nicht fertiggestellter Wohnungen im Vorjahresvergleich im zweiten Jahr in Folge zurĂŒck, und zwar um 67.000 auf 759.700 Wohnungen zum Jahresende 2024. Davon befanden sich 330.000 Wohnungen bereits im Bau (179.200 Wohnungen waren "unter Dach" beziehungsweise im Rohbau fertiggestellt). Der bisher höchste BauĂŒberhang war im Jahr 1995 mit 928.500 Wohnungen gemessen worden. Der RĂŒckgang des BauĂŒberhangs ist auch auf die hohe Zahl erloschener Baugenehmigungen zurĂŒckzufĂŒhren, bei denen in der Regel die mehrjĂ€hrige GĂŒltigkeitsdauer der Genehmigung abgelaufen ist. Im Jahr 2024 erloschen 29.000 Baugenehmigungen, das war der höchste Wert seit 2002 und ein Anstieg um rund ein Viertel gegenĂŒber den Vorjahren (2023: 22.700; 2022: 22.800). Zur Anzahl der im BauĂŒberhang enthaltenen Bauvorhaben, deren Genehmigungen zwar noch nicht erloschen sind, die aber nicht mehr weiterverfolgt werden, liegen keine Informationen vor. Auch die BauaktivitĂ€t bei NichtwohngebĂ€uden ist im Jahr 2024 deutlich zurĂŒckgegangen. NichtwohngebĂ€ude sind zum Beispiel FabrikgebĂ€ude und Lagerhallen, BĂŒro- und VerwaltungsgebĂ€ude oder landwirtschaftliche BetriebsgebĂ€ude. Der zentrale Indikator fĂŒr die BauaktivitĂ€t bei NichtwohngebĂ€uden ist der umbaute Raum. Bei den im Jahr 2024 fertiggestellten NichtwohngebĂ€uden verringerte sich der umbaute Raum gegenĂŒber dem Jahr 2023 um 7,3 Prozent auf 177,7 Millionen Kubikmeter. Besonders stark war der RĂŒckgang bei den Handels- und WarenlagergebĂ€uden mit -20,3 Prozent beziehungsweise -12,9 Prozent, so die Behörde.


