Natur

BaumschulflÀche sinkt deutlich - rund elf Prozent weniger Betriebe

29.10.2025 - 08:20:12

Im Jahr 2025 haben in Deutschland 1.368 landwirtschaftliche Betriebe zusammen rund 15.350 Hektar BaumschulflÀche bewirtschaftet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, waren das 10,9 Prozent oder 168 Betriebe weniger als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2021. Die BaumschulflĂ€che ging in diesem Zeitraum um 10,5 Prozent oder 1.810 Hektar zurĂŒck.

GegenĂŒber 2017 sank die Zahl der Baumschulen um 20,2 Prozent oder 346 Betriebe und die bewirtschaftete FlĂ€che um 17,5 Prozent oder 3.260 Hektar. Das Anbauspektrum der Baumschulen umfasst unter anderem die Kultivierung von Jungpflanzen der Anbaugruppen ZierstrĂ€ucher und BĂ€ume, Heckenpflanzen, Forstpflanzen, Obstgehölze, Rosen und sonstige Gehölze wie beispielsweise Koniferen, zu denen beliebte Weihnachtsbaumarten zĂ€hlen. Dabei liegen 97,8 Prozent (15.010 Hektar) der BaumschulflĂ€che im Freiland. Knapp die HĂ€lfte der Betriebe (46,1 Prozent bzw. 630) verfĂŒgen ĂŒber ProduktionsflĂ€chen unter Glas oder hohen begehbaren Schutzabdeckungen, die zusammen 2,2 Prozent (350 Hektar) der gesamten BaumschulflĂ€che ausmachen. Die bedeutendste Anbaugruppe sind mit 6.770 Hektar die ZierstrĂ€ucher und BĂ€ume (ohne Forstpflanzen). Sie wachsen im Jahr 2025 in 1.003 Baumschulbetrieben auf 45,1 Prozent der gesamten FreilandflĂ€che heran. Die Produktion von BĂ€umen fĂŒr Parks, Alleen und Straßen ist hierbei die wichtigste Nutzungsart: Obwohl die Zahl der produzierenden Betriebe seit 2021 um 9,3 Prozent auf 622 Betriebe abnahm, stieg die FlĂ€che fĂŒr die Anzucht dieser BĂ€ume um 16,3 Prozent auf 3.410 Hektar. Die ZierstrĂ€ucher und Laubgehölze (ohne Heckenpflanzen) bilden eine weitere bedeutende Nutzungsart in dieser Gruppe. 745 Betriebe erzeugen auf 1.650 Hektar diese Pflanzen, wobei sowohl die Zahl der Betriebe als auch die bewirtschaftete FlĂ€che gegenĂŒber 2021 stark rĂŒcklĂ€ufig ist (-13,2 Prozent bzw. -20,1 Prozent). Mit 1.850 Hektar oder 12,3 Prozent der GesamtflĂ€che im Freiland steht die Anzucht von Gehölzen fĂŒr die Forstpflanzung an zweiter Stelle der Nutzungsartengruppen. Die Zahl der Betriebe blieb hier mit 251 im Jahr 2025 nahezu unverĂ€ndert gegenĂŒber 2021 (250 Betriebe), obwohl die FlĂ€che in diesem Zeitraum um 8,4 Prozent abnahm. Hielt sich die Anzucht von Laub- und NadelbĂ€umen im Jahr 2021 mit jeweils rund 1.000 Hektar nahezu die Waage, liegt der Schwerpunkt im Jahr 2025 mit 57,6 Prozent der AnzuchtflĂ€che auf den LaubbĂ€umen (+6,5 Prozent auf 1.070 Hektar). Die Jungpflanzenzucht von NadelbĂ€umen verkleinerte sich dagegen um fast ein Viertel (-23,1 Prozent auf 790 Hektar). Heckenpflanzen werden im Jahr 2025 auf 1.650 Hektar oder 11,0 Prozent der gesamten BaumschulflĂ€che im Freiland von insgesamt 734 Betrieben angebaut. Mit 52,6 Prozent und 47,4 Prozent entfallen dabei jeweils Ă€hnliche FlĂ€chenanteile auf die Anzucht von Nadel- und Laubgehölz-Heckenpflanzen. UnverĂ€ndert befinden sich im Jahr 2025 die meisten Baumschulen mit 346 Betrieben in Niedersachsen auf einer FlĂ€che von 4.060 Hektar, was einem Anteil von mehr als einem Viertel (26,4 Prozent) der gesamtdeutschen BaumschulflĂ€che entspricht. Danach folgen Nordrhein-Westfalen (293 Betriebe und 3.230 Hektar) und Schleswig-Holstein (200 Betriebe und 2.630 Hektar).

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