Immobilien

Erstmals seit 2021 wieder mehr Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen

18.02.2026 - 08:08:28 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Jahr 2025 ist in Deutschland der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt worden.

Baustelle (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch nach vorlÀufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 10,8 Prozent oder 23.200 Wohnungen mehr als im Jahr 2024, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken war.

Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen fĂŒr Neubauwohnungen enthalten als auch die Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen, die durch den Umbau bestehender GebĂ€ude entstehen. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger FrĂŒhindikator fĂŒr die zukĂŒnftige BauaktivitĂ€t.

Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg im Jahr 2025 um 12,6 Prozent oder 22.100 gegenĂŒber dem Vorjahr auf 198.100. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender GebĂ€ude entstehen, stieg im selben Zeitraum deutlich schwĂ€cher um 2,7 Prozent oder 1.000 auf 40.400.

In neu zu errichtenden WohngebÀuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 194.200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,2 Prozent oder 22.600 mehr als im Vorjahr. Dabei entwickelten sich die einzelnen GebÀudearten unterschiedlich.

So stieg die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr neue EinfamilienhĂ€user im Vorjahresvergleich deutlich um 17,2 Prozent (+6.500) auf 44.500. Dieser Anstieg gegenĂŒber dem Vorjahresniveau erstreckte sich ĂŒber das gesamte Jahr 2025. Bei den neu genehmigten ZweifamilienhĂ€usern blieb die Zahl mit 12.600 (-1,1 Prozent oder -100) dagegen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Zusammen machten die im Allgemeinen von Privatpersonen errichteten Ein- und ZweifamilienhĂ€user 28,8 Prozent der im Jahr 2025 genehmigten Neubauwohnungen aus.

In neuen MehrfamilienhĂ€usern, der zahlenmĂ€ĂŸig stĂ€rksten und vorrangig von Unternehmen errichteten GebĂ€udeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 128.100 Wohnungen im Jahr 2025. Das waren 12,1 Prozent (+13.900) mehr als im Vorjahr und 64,6 Prozent aller im Jahr 2025 in Deutschland genehmigten Neubauwohnungen. Dieser Anstieg bei den MehrfamilienhĂ€usern zeigte sich ab der zweiten JahreshĂ€lfte. Weiterhin stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Wohnheimen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 34,2 Prozent (+2.300) auf 9.100.

In neuen NichtwohngebĂ€uden wurden im Jahr 2025 insgesamt 3.900 Wohnungen genehmigt, das waren 10,3 Prozent (-400) weniger als im Jahr zuvor. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in SchulgebĂ€uden oder Wohnungen in Innenstadtlagen ĂŒber GewerbeflĂ€chen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und NichtwohngebĂ€uden wurden 2025 insgesamt 40.400 Wohnungen genehmigt, das waren 2,7 Prozent oder 1.000 Wohnungen mehr als im Jahr 2024.

Rund 95 Prozent der insgesamt 198.100 erteilten Genehmigungen fĂŒr Neubauwohnungen im Jahr 2025 entfielen auf Unternehmen und Privatpersonen. Entsprechend prĂ€gen diese beiden Bauherrengruppen die Gesamtentwicklung. Unternehmen traten bei 108.800 Baugenehmigungen fĂŒr Neubauwohnungen als Bauherren auf, das waren 14,6 Prozent oder 13.900 mehr neue Wohnungen als im Vorjahr. Auf Privatpersonen entfielen 79.200 Baugenehmigungen, das waren 14,9 Prozent oder 10.200 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr Wohnungen im Neubau, die auf BauantrĂ€ge der öffentlichen Hand zurĂŒckgehen, sank dagegen um 23,2 Prozent oder 2.100 auf 6.900.

Im Bereich der NichtwohngebĂ€ude waren die neuen Bauvorhaben im Jahr 2025 rĂŒcklĂ€ufig, so das Bundesamt weiter. Wichtige GebĂ€udearten sind hier zum Beispiel FabrikgebĂ€ude und Lagerhallen, BĂŒro- und VerwaltungsgebĂ€ude oder landwirtschaftliche BetriebsgebĂ€ude. Der zentrale Indikator zur Messung der BauaktivitĂ€t bei NichtwohngebĂ€uden ist der umbaute Raum. Dieser verringerte sich bei den im Jahr 2025 genehmigten NichtwohngebĂ€uden gegenĂŒber 2024 um 5,2 Prozent auf 183,1 Millionen Kubikmeter. Das war der niedrigste Wert seit 2014 (186,8 Millionen Kubikmeter).

Dabei verringerte sich der umbaute Raum bei WarenlagergebĂ€uden im Vorjahresvergleich um 17,1 Prozent, bei Fabrik- und WerkstattgebĂ€uden um 13,0 Prozent und bei AnstaltsgebĂ€uden (z. B. KrankenhĂ€user oder Alten- und Pflegeheime) um 37,8 Prozent. DemgegenĂŒber vergrĂ¶ĂŸerte sich der umbaute Raum bei HandelsgebĂ€uden um 24,9 Prozent und bei Landwirtschaftlichen BetriebsgebĂ€uden um 11,8 Prozent.

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