Wirtschaftskrise

Deutlich mehr Unternehmensinsolvenzen im Januar

14.04.2026 - 08:16:58 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Januar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 1.919 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert.

Amtsgericht (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, waren das 4,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berĂŒcksichtigen, dass die AntrĂ€ge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsĂ€chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen FĂ€llen annĂ€hernd drei Monate davor.

Die Forderungen der GlĂ€ubiger aus den im Januar 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 3,1 Milliarden Euro. Im Januar 2025 hatten die Forderungen bei rund 5,3 Milliarden Euro gelegen. Dieser RĂŒckgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass im Januar 2026 weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im Januar 2025.

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im Januar 2026 insgesamt 5,4 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die InsolvenzhÀufigkeit im Gastgewerbe mit 9,1 FÀllen je 10.000 Unternehmen. Danach folgte der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 8,6 FÀllen und das Baugewerbe mit 7,8 Insolvenzen.

Im Januar 2026 gab es zudem 6.142 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

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